Do, 18. Jänner 2018

Pelzige Gesellen

06.05.2009 19:03

Neun Bären leben in Kärnten

Einen kräftigen Rüffel hat sich Österreich eingefangen, weil laut EU zu wenig zum Schutz der Braunbären getan wird. Anders als in den Kalkalpen, wo ein WWF-Bärenansiedelungsprojekt gefloppt ist - von zwölf Bären sind nur noch "Moritz" und "Djuro" übrig, streifen in Kärnten neun "Meister Petz" durch die Wälder. Dafür gab es von der Schutzorganisation ein Lob.

"Kärnten ist ein Vorzeigeland, wenn es ums Bärenmanagement geht", sagt Naturschutzreferent Uwe Scheuch und weist auf die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Jägerschaft hin. Und erstmals gibt es auch Lob von der internationalen Schutzorganisation WWF: "Anders als in den nördlichen Bundesländern Österreichs wird der Bär von der Bevölkerung in Kärnten positiv akzeptiert", so WWF-Bärenexperte Christoph Walder.

Nachwuchs illegal gewildert
Denn in den Kalkalpen wurde sogar der Nachwuchs illegal gewildert. Dabei zählt der Braunbär laut einer EU-Richtlinie als gefährdet. Walder: "Wir fordern daher einen Bärengipfel, an dem sich natürlich auch Kärnten beteiligen soll. Denn hier gibt es ja nur männliche Bären und daher auch keinen Nachwuchs."

Und wie Ende der 80er Jahre überlegt der WWF erneut Freilassungen von pelzigen Gesellen. "In Kärnten ist eine Freilassung einer Bärin nicht notwendig", erklärt Bärenanwalt Bernhard Gutleb, denn "etwa 40 Kilometer weiter entfernt in den Steiner Alpen ist bereits eine Bärin unterwegs."

von Hannes Wallner (Kärntner Krone) und kaerntnerkrone.at

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