Do, 18. Jänner 2018

Bezirk gezeichnet

06.05.2009 22:18

Seidel - der nächste Schock für Deutschlandsberg

Was sich in den vergangenen Tagen bereits abgezeichnet hatte, ist jetzt traurige Realität geworden: Der von der Krise schwer getroffene Bezirk Deutschlandsberg bangt um einen weiteren Paradebetrieb. Erst Epcos, Kendrion und Leitinger - und nun Seidel! Die Elektronikfirma kündigt 60 Mitarbeiter.

Die Firmenleitung schwieg bis zuletzt eisern zu den Kündigungsgerüchten, Mittwoch früh rückte sie dann aber doch mit der bitteren Wahrheit heraus.

Entlassungen auch in Fürstenfeld
Maximilian Seidel, der Miteigentümer von Seidel Electronics, bestätigte, dass ein Viertel der insgesamt 280 Mitarbeiter gehen muss. Auch am Standort Fürstenfeld würden Entlassungen angedacht, da die Umsätze in der Elektronik-Zulieferungsbranche zuletzt um bis zu 50 Prozent eingebrochen seien.

Laut dem AMS Deutschlandsberg (im Bild das Grazer Pendant) wurden 60 Angestellte zur Kündigung angemeldet, Kurzarbeit sei nie im Raum gestanden. Jetzt wird intensiv versucht, für die Betroffenen eine "soziale Lösung" zu finden.

Jeder Zehnte in Kurzarbeit
Die neuerliche Pleite-Meldung trifft die Region, die besonders unter der Wirtschaftskrise leidet, ins Mark - schließlich musste man erst die Hiobsbotschaften von Epcos, Kendrion und Leitinger verdauen. Die Arbeitslosigkeit im Bezirk Deutschlandsberg hat mittlerweile ein Rekordniveau erreicht: Schon jeder zehnte "Hackler" arbeitet mittlerweile kurz.

von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"

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