Mo, 22. Jänner 2018

Drogen in Drinks

05.05.2009 20:38

Gift-Cocktail mit Felgenreiniger versetzt

Jene fünf Partygäste, die nach einem Drogen-Drink vor einer Wiener Bar bewusstlos zusammengebrochen waren, hatten offenbar GBL konsumiert. Bei der Substanz handelt es sich um ein legales, in der Industrie weit verbreitetes Lösungsmittel, das auch in Felgenreinigern vorkommt. Der Gift-Mixer wird sich wegen Körperverletzung verantworten müssen.

"Mir ist heute noch schlecht und schwindelig, so dass ich mich immer wieder hinlegen muss", erinnert sich Denise C. im "Krone"-Gespräch an den fatalen "Gift-Abend" in der Bar. Die 22-Jährige ist eine jener fünf Partygäste, die am Sonntag von den Notärzten im letzten Augenblick vor dem Drogentod gerettet wurden.

Mittlerweile steht auch fest, welche Substanz den Lokal-Gästen verabreicht wurde: In dem Gift-Cocktail befand sich nicht - wie zunächst vermutet - Liquid Ecstasy, sondern GBL, eine der Grundflüssigkeiten davon. Diese Substanz wird auch in Felgenreinigern verwendet! Weil es sich bei dem Lösungsmittel um eine leicht erhältliche und legale Flüssigkeit handelt, ist es auch nicht vom Suchtmittelgesetz erfasst.

Täter wollte "Stimmung verbreiten"
Folge für den Gift-Krimi: Der 42-jährige Mixer Ewald S. könnte nur noch wegen schwerer Körperverletzung belangt werden - und nicht mehr wegen Abgabe von Suchtgift an Minderjährige. Der "spendable" 42-Jährige äußerte sich mittlerweile im Verhör über sein Motiv: Angeblich wollte er unter den jungen Party-Gästen Stimmung verbreiten. Andere Pläne hatte er angeblich nicht. Das Teufelszeug wird auch von Vergewaltigern eingesetzt, um ihre Opfer gefügiger zu machen...

von Christoph Matzl und Florian Hitz, Kronen Zeitung

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