Di, 21. November 2017

Jetzt wird‘s heiß

06.05.2009 16:57

Große Aufregung um Sex-Plastinat

Mit einer neuen Ausstellung sorgt Plastinator Gunther von Hagens, der von deutschen Medien gerne als "Dr. Tod" bezeichnet wird, wieder einmal für Aufregung. "Der Zyklus des Lebens" zeigt in Berlin die menschlichen Modelle nämlich erstmals beim Sex (im Bild). Die bereits vorprogrammierte Empörung über das Plastinat "Schwebender Akt" wehrte Hagens aber schon im Vorfeld ab: "Tod und Sex sind beides Tabuthemen. Ich bringe sie zusammen. Der Tod gehört zum Leben. Und ohne Sex entsteht kein Leben", meinte er gegenüber der "Bild"-Zeitung.

"Im Körperspender-Formular haben sich zwei Drittel der Männer und ein Drittel der Frauen dazu bereit erklärt, dass ihre Körper für die Darstellung des sexuellen Akts verwendet werden dürfen", führt der Plastinator weiter aus.

Modelle erst im Tod "vereint"
Die beiden Modelle kannten sich zu Lebzeiten nicht, wurden für die Ausstellung in über 4.000 Arbeitsstunden allerdings miteinander vereint. Hagens glaubt mit dem Sex-Plastinat den Anatomie-Unterricht revolutionieren zu können, weil seiner Meinung nach das Modell "die Besucher mehr als jeder Biologie-Unterricht" aufklärt.

Die Ausstellung "Der Zyklus des Lebens" ist ab Donnerstag im Ostbahnhof Berlin zu sehen und als Selbstentdeckungsreise konzipiert. Die plastinierten Körper zeigen den Menschen im Lauf der Zeit von der Zeugung bis ins hohe Alter.

Fotos: Körperwelten (siehe Infobox)

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