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05.05.2009 08:34

Netanyahu will Frieden mit den Palästinensern

Der rechtsorientierte israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat den Palästinensern eine sofortige Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen ohne Vorbedingungen angeboten. Netanyahu sagte dies während einer Videoansprache, die in der Nacht auf Dienstag auf einer Tagung der pro-israelischen US-Lobby-Organisation Aipac in Washington übertragen wurde. Er bekannte sich dabei jedoch weiterhin nicht ausdrücklich zur Schaffung eines unabhängigen Palästinenser-Staates.

Seine Regierung strebe eine Zusammenarbeit mit der arabischen Welt und den Palästinensern an, sagte Netanyahu nach israelischen Medienberichten. "Wir wollen eine Normalisierung wirtschaftlicher und diplomatischer Verbindungen", sagte der Ministerpräsident. "Wir wollen Frieden mit der arabischen Welt, aber wir wollen auch Frieden mit den Palästinensern."

"Je früher, desto besser"
Netanyahu sagte ferner: "Ich glaube, es ist möglich, dies zu erzielen, aber ich denke, wir brauchen eine neue Einstellung." Er schlug in diesem Zusammenhang Friedensbemühungen in drei Bereichen vor: Wirtschaft, Sicherheit und Politik. "Dies bedeutet, dass wir Verhandlungen ohne Verzögerung aufnehmen, je früher, desto besser, ohne jede Vorbedingung."

Netanyahu will Zukunft für palästinensische Jugendliche
Die wirtschaftliche Zusammenarbeit solle politische Verhandlungen nicht ersetzen, sondern unterstützen. "Ich will sehen, dass palästinensische Jugendliche eine Zukunft haben", sagte Netanyahu. "Ich will nicht, dass sie Geiseln eines Kults von Tod, Verzweiflung und Hass sind. Ich will, dass sie Jobs haben." Er glaube, man könne in Zusammenarbeit mit US-Präsident Barack Obama und Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas "die Skeptiker besiegen und die Welt überraschen".

Israel sei jedoch nicht bereit, Kompromisse im Bereich der Sicherheit zu schließen. Damit eine endgültige Friedensregelung erzielt werden könne, müssten die Palästinenser Israel als jüdischen Staat anerkennen.

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