Do, 26. April 2018

Kein Pardon

04.05.2009 14:13

Falsch "parkende" Radfahrer müssen zahlen

Im Burgenland, das von Touristikern gerne auch als "Radlerland" beworben wird, kommt der Drahtesel vor allem in der Freizeit zum Einsatz. Rund 2.500 Kilometer Radwege einschließlich 500 Kilometer Mountainbike-Strecken stehen dafür zur Verfügung. Doch kommen Radler mit dem Gesetz in Konflikt, werden bei kleineren Verstößen Strafen von zehn bis 20 Euro eingehoben. Streng sind die Gesetzeshüter, was das "Falschparken" betrifft.

Vom Landespolizeikommando hieß es: Wer seinen Drahtesel vorschriftswidrig, also etwa auf Gehwegen oder vor Parkeingängen, abstellt, kann - theoretisch - ebenfalls mit zehn Euro zur Kasse gebeten werden. Der Griff zum Handy sei hingegen, wenn eine Hand am Lenker verbleibt, straflos. 35 Euro werden fällig, wenn man "vergisst", bei roter Ampel anzuhalten.

Alkoholisierten Radfahrern droht Führerscheinentzug
Wird ein Radfahrer allerdings alkoholisiert erwischt, drohen ihm ebenso wie den Lenkern von Kraftfahrzeugen eine Anzeige und gegebenenfalls der Führerscheinentzug. Als Problem sieht man bei der Polizei, dass manche Radfahrer etwa versuchen würden, Ampeln zu umfahren, indem sie auf den Gehsteig ausweichen. Auf Radwegen könne auch das unterschiedliche Tempo zwischen Freizeit-Radlern und sportlicheren Fahrern zu gefährlichen Situationen führen. Bei 94 Verkehrsunfällen wurden laut KfV 2008 im Burgenland 92 Radfahrer verletzt, eine Person kam ums Leben. Einmal kam es im Vorjahr auch zu einem Frontalzusammenstoß zweier Radler.

25 Kilometer Radwege in Eisenstadt
Rund 25 Kilometer Wege stehen den Radfahrern in Eisenstadt zur Verfügung: Dazu wurde im Jahr 2004 das Stadtzentrum mit dem Ortsteil St. Georgen verbunden. 2006 wurde die Fußgängerzone der Landeshauptstadt für Radfahrer geöffnet. 2007 wurde zwischen Eisenstadt und Sopron ein Radweg erbaut und das "Next-Bike"-Fahrradverleih-System ins Leben gerufen. Kritik kam hingegen von den Grünen. Sie bezeichneten Eisenstadt als "fahrradunfreundlichste" Stadt Österreichs, vor allem in Kreisverkehren bestünde für Pedalritter "Lebensgefahr".

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