Mi, 25. April 2018

Brisanter Vorstoß

02.05.2009 15:51

Grüne wollen Nachbarorte von Graz "vereinen"

Geht es nach dem grünen Grazer Gemeinderat Stefan Schneider (Bild), sollen sich die Gemeinden von Graz-Umgebung zu größeren Einheiten zusammenschließen. Schneider: "Es geht um eine bessere Raum- und Verkehrsplanung. Jetzt kocht ja jeder sein eigenes Süppchen und Einzelne können alles blockieren."
Für Schneider hätte eine Zusammenlegung viele Vorteile - für die betroffenen Gemeinden selbst, aber auch für die Landeshauptstadt Graz:
  • Einfachere Verwaltung in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit - Verfahren sollen schneller und besser werden;
  • Größere Gemeinden können sich Experten in Sachen Raumplanung, Bauwesen, Volkswirtschaft leisten, jetzt würden die Expertisen teuer zugekauft bzw. gar nicht hinzu gezogen;
  • Schnelleres gemeinsames Planen wäre möglich, betroffen wären die Bereiche Verkehr, Wirtschaftsförderung, Sozial- und Freizeiteinrichtungen - Schneider: "Es gäbe weniger Einzelne, die alle Projekte einfach blockieren können und darüber hinaus weniger Ansprechpartner bei den jeweiligen Verhandlungen und Gesprächen!";
  • "Eine ernsthafte Raum- und Verkehrsplanung ist dringend nötig", so Schneider - weil jetzt jeder sein eigenes Süppchen koche, gäbe es die derzeit schlechte Verkehrssituation, von der nicht nur Graz sondern auch die Umlandgemeinden betroffen seien;
  • Kosteneinsparungen wären möglich, weil gemeinsam geplante und verwaltete Infrastruktur billiger ist - Schneider: "Das gesparte Geld soll in nachhaltige Wirtschaftsförderung und Bildung investiert werden."

Man darf äußerst gespannt sein, wie die Bürgermeister der Grazer Umlandgemeinden auf den ungewöhnlichen Vorschlag der Grazer Grünen reagieren... Die Begeisterung dürfte sich in engen Grenzen halten.

von Gerald Richter, "Steirerkrone"

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