So, 22. Oktober 2017

Milchwirtschaft

01.05.2009 11:28

Fixpreis-Verträge sollen Bauern schützen

„Gemeinsammit den Bauern überlegen, wie es in der Milchwirtschaft weitergeht“ will Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich, der am Donnerstag in Wels eine österreichweite Diskussionsserie startete. Sein Beitrag dazu: Nach dem Ende der Milchquoten sollen die Bauern durch Fixpreis-Verträge geschützt werden.

Nach der Bauerndemo (Bild) am Montag – der größten, die Linz bisher gesehen hat – geben sich auch die Argarpolitiker kämpferisch: Landesrat Josef Stockinger wettert gegen das Markt-Denken, „das uns an die Wand gefahren hat“, Berlakovich verkündet, dass er „weitere Liberalisierungen ablehnt“. Den in der EU bereits beschlossenen Fall der Milchquoten will er durch „neue Regelsysteme“ ersetzen, die Überproduktion und Preisspekulationen verhindern.

Ein Modell dafür liefert die Zuckerindustrie, die mit den Bauern Verträge mit fixen Mengen und Preisen schließt. „Sie ist europaweit anders organisiert als die Milchwirtschaft, aber ähnliche Verträge könnte es auch zwischen Bauern und Molkereien geben“, regt Berlakovich an. Ein mittleres Preisniveau über mehrere Jahre würde die Bauern vor Preisstürzen sichern – wie den von 45 auf 30 Cent pro Liter seit dem Vorjahr.

Gegen Billigimporte nützt das aber nichts. „Dagegen hilft nur das Bewusstsein der Konsumenten für heimische Qualität“, sagt der Minister.

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