Mo, 22. Jänner 2018

Bizarrer Entschluss

26.04.2009 17:30

Mann ließ sich verhasstes Bein amputieren

25 Jahre lang hat ein Australier sein rechtes Bein gehasst. Schließlich stellte er im vergangenen Jahr seinen Fuß sechs Stunden in Trockeneis, bis er abstarb und Ärzte das Bein unterhalb des Knies amputieren mussten. Am Sonntag berichtete David Openshaw (29) erstmals öffentlich in einem Fernsehinterview, er sei jetzt "glücklicher als je zuvor".

Der dreifache Vater hatte bisher angegeben, sein Bein 2008 durch einen Unfall verloren zu haben. "Ich habe es jetzt satt, immer zu lügen", sagte Openshaw in dem Interview. "Aber ich will den Leuten klar machen, dass ich nicht verrückt bin."

Body Integrity Identity Disorder
Betroffene sprechen von BIID (Body Integrity Identity Disorder). Sie empfinden Teile ihres Körpers als überflüssig oder störend, obwohl diese intakt sind. Das Syndrom ist bisher nicht offiziell als Krankheit anerkannt. Weil Ärzte keine unnötigen Amputationen vornehmen, versuchen die Betroffenen oft, sich selbst zu verstümmeln.

Ein Chirurg in Schottland amputierte Ende der 90er-Jahre zwei BIID-Patienten mit dem Argument, dass sie selbstmordgefährdet waren. Nach einem Managementwechsel in der Klinik untersagte die Ethikkommission im Jahr 2000 weitere Eingriffe dieser Art.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden