So, 22. Oktober 2017

Täter "krank"

23.04.2009 15:23

Krankheit war Motiv des Linzer Messerstechers

Jener 38-jährige Linzer, der am Mittwoch eine Messerattacke zuerst auf seine Ex-Freundin und später auf einen Polizisten verübt hatte, hat psychische Probleme. Es müsse erst geprüft werden, ob er zur Tatzeit überhaupt zurechnungsfähig gewesen sei, erklärte der oberösterreichische Sicherheitsdirektor Alois Lißl am Donnerstag. Unklar ist noch, ob ihn möglicherweise die Diagnose einer lebensbedrohlichen Krankheit hatte ausrasten lassen.

Der 38-Jährige ist wegen seiner psychischen Probleme in Frühpension. Am Donnerstag wurde er von der Polizei einvernommen, es stand aber vorerst noch nicht fest, welches Motiv er für die Tat hatte. Eine Krankheit, möglicherweise TBC oder etwas ähnliches, "steht im Raum", bestätigte Lißl. Allerdings hätten die Ärzte bisher noch nichts feststellen können.

Polizist "auf dem Weg der Besserung"
Der 49-jährige Polizist ist inzwischen auf dem Weg der Besserung. Laut Spital hat er eine Stichwunde im Herzbereich, außerdem wurde die Lunge verletzt. Als er nach der Attacke zu Boden stürzte, erlitt der Beamte außerdem eine Schädelfraktur. Er wurde im Linzer Allgemeinen Krankenhaus (AKH) notoperiert und ist mittlerweile außer Lebensgefahr. Sein Zustand wird von den Ärzten als stabil beschrieben. Der Täter erlitt durch die Notwehr-Schüsse des Polizisten Weichteilverletzungen. Beide Oberschenkel sind durchschossen worden.

Attentäter von Cobra verhaftet
Der 38-jährige Linzer hatte Mittwoch früh seine ehemalige Lebensgefährtin besucht und ihr erklärt, dass ihm nicht mehr zu helfen sei. Dann attackierte er sie mit dem Messer. Die Frau konnte leicht verletzt flüchten. Am Nachmittag stach der Mann einen Polizisten nieder, der ihn anhalten wollte. Der Beamte schoss auf den Angreifer und verletzte ihn am Bein. Der Attentäter setzte trotzdem die Flucht fort, bevor er von der Cobra gestellt werden konnte.

Symbolbild

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