Sa, 18. November 2017

Davongebraust

16.04.2009 12:44

Interessent kommt von Probefahrt nicht zurück

Ein 27-jähriger Mühlviertler ist bei dem Versuch, sein Motorrad zu verkaufen, einem Betrüger aufgesessen. Der Interessent für das 6.000-Euro-Bike, ein gepflegter, freundlicher Herr, ist von der Probefahrt nicht mehr zurückgekommen.

Im Internet und in der Zeitung hatte der junge Mann aus St. Leonhard bei Freistadt sein Motorrad inseriert. Wenig später rief der Interessent an, ein Treffen zur Besichtigung beim Haus des Mühlviertlers wurde vereinbart.

Richtung Gutau davongebraust
Der potentielle Käufer startete eine Probefahrt, brauste Richtung Gutau davon – und kam nicht mehr zurück. Er ist etwa 1,80 m groß und schlank, er trug schwarze Jeans und einen dunklen Pullover und spricht oberösterreichischen Dialekt. Auffällig war sein gepflegtes und zuvorkommendes Auftreten.

Tipps vom Verkehrsexperten
Der ÖAMTC rät zum Schutz der Verkäufer zu einer Kaution. Ralph Wipplinger, Leiter des Rechtsservice, weiß, dass Fahrzeughalter sicherzustellen haben, dass der Interessent einen gültigen Führerschein besitzt. "Sonst drohen Strafen bis zu 5.000 Euro." Auf Erstvergehen steht laut Wipplinger eine Strafe von 100 bis 200 Euro.

Auch die Kaskoversicherung steige im Falle eines Unfalles aus, wenn der Fahrer keinen gültigen Führerschein hat. Außerdem sei es ratsam, sich die genauen Daten des möglichen Käufers zu notieren. "Bekommt man im Anschluss nämlich eine Radarstrafe, muss man - sofern es der Interessent war - seine Daten bei der Zulassungsstelle bekanntgeben. Sonst muss man aus eigener Tasche zahlen", so Wipplinger.

Am besten bei der Probefahrt mitfahren
Will jemand sein Auto verkaufen, sei es am besten, bei der Probefahrt dabei zu sein. So könne man eine nicht angemessene Fahrweise gleich an Ort und Stelle rügen. "Es ist schließlich nicht zweckmäßig, wenn man nach der Probefahrt ein 'halbes Wrack' zurückbekommt", betonte der ÖAMTC-Jurist.

Symbolbild

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