Sa, 16. Dezember 2017

Babyleiche in Karton

07.04.2009 13:27

Kleidungsstücke sollen zu den Eltern führen

Nach dem Auffinden einer Babyleiche im Gemeindegebiet von Haag (Bezirk Amstetten) am Sonntagvormittag sind bislang noch keine Hinweise auf die Eltern eingegangen und auch sonst haben die Ermittler keine zielführenden Hinweise erhalten. Das hat Oberst Franz Polzer, Leiter des Landeskriminalamtes Niederösterreich, am Mittwoch bestätigt: "Es gibt nichts Neues." Die Ermittler versuchen nach wie vor, Mutter und Vater mit Hilfe der am Fundort entdeckten Kleidungsstücke zu finden.

Das tote Neugeborene, ein Mädchen, sei mit größter Wahrscheinlichkeit am Wochenende selbst oder knapp davor abgelegt worden. Der Fundort der Babyleiche befindet sich in einem Waldstück. Das tote Mädchen lag in einer mit Klebeband verschlossenen weißen Kartonschachtel. Es wäre laut einer Obduktion lebensfähig gewesen. Als Todesursache gilt ein massives Schädel-Hirn-Trauma.

T-Shirt mit Ankermotiv und "Snoopy"-Slip
Wie die Sicherheitsdirektion am Dienstag mitteilte, war die Babyleiche in ein weißes T-Shirt mit blauen Querstreifen auf der Vorderseite und einem Ankermotiv mit der Aufschrift "DAGRE" eingewickelt. Das Leibchen der Größe M ist etwa 65 Zentimeter lang. Der grünfärbige Damenslip der Größe XS trägt den rosafärbigen Aufdruck "SNOOPY" auf der Vorderseite.

Die Leiche des wie Müll weggeworfenen Mädchens wurde am Sonntag gegen 11 Uhr von zwei Jägern entdeckt. Der Fundort in Haag befand sich nahe einem Bahnbegleitweg.

Nur ein einsamer Weg führt zum Fundort
Gerichtsmediziner stellten fest, dass die Babyleiche schon etwa zwei bis drei Tage am Fundort auf der sogenannten "Ederhöhe" in dem etwa drei bis vier Meter hohen Gestrüpp gelegen sein muss. Zur "Ederhöhe" führt ein einsamer Weg neben der Westbahnstrecke, der auch mit dem Auto befahrbar ist.

(Vertrauliche) Hinweise zu dem Fall werden an den Dauerdienst des Landeskriminalamts Niederösterreich unter der Telefonnummer 059133/303333 oder an jede andere Polizeidienststelle erbeten.

von Erich Schönauer und Johann Haginger (Kronen Zeitung) und noe.krone.at

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