Do, 23. November 2017

„Mama“, „Papa“ & Co.

10.03.2011 18:47

Wie dein Kind lernt, richtig zu sprechen

Das erste Wort eines Kindes ist für alle Eltern etwas ganz Besonderes. Und dennoch ist es nur der Anfang. Denn der Hauptteil an Arbeit liegt nun noch vor deinem Kind. Bald sollen aus einzelnen Worten der erste Satz, viele zusammenhängende Sätze werden. Du kannst dein Kind beim Erlernen der Sprache gut unterstützen – wie du diese Entwicklung förderst, erfährst du hier.

So passiert die Sprachentwicklung
Bereits im Mutterleib bekommt das Baby viele Geräusche und akustische Signale mit. In den ersten sechs Lebensmonaten reagiert das Baby dann auf Geräusche und gibt eigene Laute von sich, um das Gehörte nachzuahmen. In dieser Phase hilft es, vorzusingen und zu erzählen, damit dein Baby viele Eindrücke mitbekommt. Mit einem Jahr lernt dein Kind, Mama oder Papa zu sagen. Schnell folgen einfache Worte.

Mit 1,5 Jahren kann dein Kind schon einige Dinge in seiner Umgebung benennen und einfache „Aufträge“ wie „Gib mir den Ball“ verstehen. In dieser Phase hilft es, wenn du deinem Kind viel erklärst und alle Handlungen beschreibst. Im Alter von zwei Jahren kann dein Kind bereits einfache Sätze bilden, wie „Puppe da“. Hier solltest du die Halbsätze vervollständigen und gegebenenfalls richtig wiederholen. Mit etwa vier Jahren ist die Sprachentwicklung dann so weit, dass dein Kind auch schon Sätze wie ein Erwachsener bilden kann – die Sprachentwicklung ist daher so gut wie vollendet.

Aktivierende Impulse
Nicht jedes Kind ist gleich begeistert davon, sich verbal mitzuteilen. Während manche schon mit etwas mehr als einem Jahr munter vor sich hin brabbeln, geben andere erst viel später klare Worte von sich. Als Eltern sollte man sich davon jedoch nicht entmutigen lassen oder sich gar sorgen. Wichtig ist in jedem Fall, dem Kind das Erlernen der Sprache so leicht wie möglich zu machen. Deutliches Sprechen, Wiederholungen und das Unterstreichen von Gesten und Handlungen mit Worten ist hierbei unerlässlich.

Vorlesen
Kindern sollte schon vom frühesten Kindesalter an vorgelesen werden. So entstehen Geschichten im Kopf, das Kind baut seine Vorstellungskraft aus und kommt oft mit Sprache in Berührung. Auch das Spielen mit Buchstaben und die Kombination aus Zeichnen und Sprechen sowie Erklären sind sehr wirkungsvoll. Anfangs sind Bilderbücher sehr gut geeignet, um das Kind an einfache Worte zu gewöhnen. Babys lieben es, wenn viel wiederholt wird. Scheue dich daher nicht, ein und dasselbe Buch zum zehnten Mal durchzugehen und zu erklären, dass das Tier auf dem Bild eine Kuh ist, die Muh macht. So hat dein Kind eine Chance, das Wort zu wiederholen und sich zu merken.

Mit voranschreitendem Alter können dann auch die Geschichten komplexer werden. Und manchmal ist es dann auch schon so, dass dein Kind mitplappern und die Geschichte selbst „vorlesen“ will – das solltest du auf jeden Fall zulassen. Auch Hörbücher können die Sprachentwicklung deines Kindes fördern.

Sprachspiele spielen
Sprache ist überall um uns herum. Lass dein Kind Gegenstände benennen und erzählen, was es sieht. Ist dein Kind schon älter, dann kannst du es auch Buchstaben erkennen lassen, wie beispielsweise auf Schildern von Geschäften oder in der Zeitung. Weiters kannst du dein Kind alle Gegenstände benennen lassen, die mit einem bestimmten Buchstaben beginnen. Wer mehr findet, hat gewonnen. Auch sind Detektivspiele für ältere Kinder sehr lustig: Zeige deinem Kind einen Gegenstand. Dann lege ihn außerhalb der Sichtweite auf und lasse ihn dein Kind beschreiben. Abwechselnd sagt ihr ein Eigenschaftswort. So lernt es, seinen Sprachschatz zu erweitern. Wer mehr Punkte hat, gewinnt.

Spaß ohne Zwang
Überfordere dein Kind nicht mit zu vielen Impulsen, sondern respektiere, wenn es einmal nicht mit dir lesen oder singen will. Mache für dein Kind Sprache zu einem Erlebnis: Imitiere Tierstimmen, lass Bilder sprechen und singe deinem Kind etwas vor. Und wie gesagt: Wiederholungen sind dabei nie ein Fehler – nur so kann dein Kind lernen. Und ganz besonders wichtig: loben, loben, loben! Jeder Fortschritt sollte unterstützt werden.

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