Di, 17. Oktober 2017

Purzelnde Preise

24.03.2009 14:30

Einigung auf Senkung der Roaming-Tarife

Europäisches Parlament, Rat und Kommission haben sich am Dienstag auf eine weitere Reduzierung der Roaming-Tarife - also der Preise für Telefonate und SMS im Ausland - geeinigt. ÖVP-EU-Mandatar Paul Rübig sprach von einem guten Ergebnis für die Konsumenten. Handytelefonie im Ausland, SMS und Datenroaming würden billiger, gleichzeitig schütze man damit die Telekomindustrie in der aktuellen Wirtschaftskrise.

Auf Vorschlag der EU-Kommission wird die seit zwei Jahren geltende Roaming-Verordnung, mit der erstmals die Gesprächskosten für Handytelefonate im EU-Ausland geregelt wurden, verlängert. Gleichzeitig sorgt die EU für mehr Fairness in der Preisgestaltung für SMS und Datenroaming.

Konkret sinken beim Sprachroaming ab 1. Juli 2009 die Kosten auf Großhandelsebene auf 26 Cent pro Minute, für die Verbraucher reduzieren sich die Gesprächskosten damit auf 43 Cent für Aktiv- und 19 Cent für Passivgespräche. Ab 1. Juli 2010 sinken die Großhandelspreise auf maximal 22 Cent, die Verbraucherpreise auf 39 bzw. 15 Cent pro Minute. "Mit dem 1. Juli 2011 werden die Gesprächskosten dann mit 18 Cent für den Großhandel sowie 35 bzw. 11 Cent für die Verbraucherebene begrenzt", so Rübig.

Zufrieden ist der ÖVP-Europaabgeordnete auch mit dem erzielten Kompromiss zur sekundengenauen Gesprächsabrechnung. "Auf Großhandelsebene sollen die Gespräche künftig ab der 30. Sekunde sekundengenau abgerechnet werden. Für Verbraucher gilt bei aktiven Gesprächen ebenfalls eine sekundengenaue Taktung ab der ersten halben Minute, für angenommene Roaminggespräche jedoch bereits ab der ersten Gesprächssekunde". Damit würden die Kosten für die Konsumenten genauer überprüfbar.

Kurzmitteilungen werden ab dem 1. Juli 2009 auf Großhandelsebene mit maximal 4 Cent verrechnet, Verbraucher müssen ab diesem Zeitpunkt nicht mehr als 11 Cent für im EU-Ausland versandte SMS zahlen. "Die Unternehmen dürfen untereinander ab dem 1. Juli 2009 nicht mehr als einen Euro pro Megabyte verrechnen, dieser Maximalpreis sinkt im Jahr darauf auf 80 Cent und ab dem 1. Juli 2011 auf 50 Cent pro MB. Für die Verbraucherebene werden keine Maximalpreise festgelegt, die Verbraucher erhalten aber ein breites Set an Transparenz- und Informationsmaßnahmen, mit denen sie ihren Verbrauch und die damit verbundenen Kosten klar im Blick behalten können", so Rübig.

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