Di, 24. Oktober 2017

Schlag gegen Dealer

17.03.2009 17:17

15 Verhaftungen – Boss agierte von Gefängnis aus

Von seiner Zelle aus leitete ein Häftling der Strafanstalt Hirtenberg (Bezirk Baden) eine Drogenbande, die nun von der Grazer Kriminalpolizei bei der Operation "Blue Ice" zerschlagen wurde! Der 28-jährige Albaner hat mit einem eingeschmuggelten Handy, aber auch bei Freigängen seine "Geschäfte" gemacht – es gab 15 Verhaftungen.

Die Grazer Kripo hatte bereits seit August des Vorjahres gegen die Bande, die aus 13 Albanern, einer Ungarin und einer Grazerin bestand, ermittelt. Im Oktober gab es bereits die ersten Verhaftungen, bei einem von den Fahndern eingefädelten Scheinkauf gingen ihnen fünf Bandenmitglieder – vier Albaner und die Grazerin (19) – ins Netz. Den Verdächtigen konnte der Verkauf von eineinhalb Kilo Heroin im Straßenverkaufswert von 75.000 Euro nachgewiesen werden (im Bild: sichergestellte Drogen).

Neben Drogenhandel auch Einbruchsdelikte ermittelt
Danach stellte sich heraus, dass die Bande nicht nur mit Heroin aus dem Kosovo und Kokain aus der Slowakei dealte, sondern auch auf Einbruchstouren ging. Bei insgesamt elf Delikten richteten sie 78.000 Euro Schaden an. Der in Hirtenberg inhaftierte Boss der Drogen- und Einbrecherbande wurde bei seinen Geschäften vom Bruder (40) unterstützt.

Wofür die Bandenmitglieder das viele Geld, das sie "verdienten", verwendeten, ist noch unbekannt: "Die Verdächtigen haben nichtgestanden, deshalb können wir nur Vermutungen anstellen. Wir glauben, dass sie eine hübsche Summe in Wettcafés verprasst haben. Außerdem lebten alle wie die Maden im Speck", so Ermittler Wolfgang Kollnegg.

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