Di, 21. November 2017

„Etappensieg“

16.03.2009 11:37

Rodung im Nationalpark gestoppt

Als "Naturversuch" hatten die Behörden ihre Vorbereitungen zur Ausbaggerung der Donau geplant. Doch Umweltschützer deckten das wahre Ausmaß der Zerstörung auf: Mitten im Nationalpark bei Hainburg (Bezirk Bruck/Leitha) sollten 2,5 Hektar Au gerodet worden. Das Vorhaben wurde jetzt von der Umweltanwaltschaft gestoppt.

"Ein wichtiger Etappensieg. Jetzt wankt auch das 220-Millionen-Gesamtprojekt. Die ,Via Donau' als Projektbetreiber muss zurück an den Start", frohlockt Wolfgang Rehm von der Umweltorganisation "Virus". Schon demnächst hätten die Rodungstrupps bei Deutsch-Altenburg mit Motorsägen und Äxten in die Auen ausrücken sollen. Geplant war - auf einer Länge von drei Kilometern - auch die teppichartige Schüttung von Grobschotter.

Doch die Umweltanwaltschaft macht diesem massiven Eingriff der Donau-Ausbauer jetzt einen Strich durch die Rechnung. Nach Eingaben von Umweltdachverbands-Präsident Heilingbrunner muss jetzt doch - eine ursprünglich nicht geplante - Naturverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden.

Kritik an Nationalparkdirektor Carl Manzano wird immer lauter. Grün-Mandatarin Helga Krismer: "Die Eingriffe waren ausgerechnet aufgrund eines oberflächlichen Gutachtens aus dem Nationalparkbüro erteilt worden." Am Donnerstag muss sich auf Drängen von besorgten Bürgern auch der Gemeinderat in Hainburg mit dem Thema auseinandersetzen.

Von Mark Perry

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