Mo, 20. November 2017

Trend gebrochen

13.03.2009 14:04

Österreicher telefonieren weniger mobil

Mehr als 70 Prozent der österreichischen Haushalte verfügen über einen schnellen Breitband-Internetzugang. Vor allem beim "mobilen Internet" gab es einen deutlichen Zuwachs, wie aus dem "RTR Telekom Monitor" für das 3. Quartal 2008 hervorgeht. Abgenommen haben dafür erstmals die Gesprächsminuten im Mobilfunk. "Möglicherweise sind wir bei der Entwicklung der Gesprächsminuten an einem Endpunkt angelangt - die Leute telefonieren bereits entsprechend oft oder lange, so dass zusätzliche Freiminuten keinen weiteren Anreiz mehr darstellen, noch mehr zu telefonieren", vermutet Telekom-Regulator Georg Serentschy.

Das Wachstum bei den Festnetz-Breitbandanschlüssen war mit einem Anstieg von 1.707.000 im 2. Quartal 2008 auf 1.711.000 Anschlüsse im 3. Quartal zwar nur sehr gering, dafür stiegen die mobilen Breitbandanschlüsse umso stärker, und zwar von 730.700 im 2. Quartal auf 812.700 Anschlüsse im 3. Quartal 2008. "Wir gehen davon aus, dass die über Mobilfunktechnologie realisierten Breitbandanschlüsse auch weiterhin stark ansteigen", sagte RTR-Chef Serentschy. "Bei den über Festnetz realisierten Anschlüssen könnte das Wachstum aufgrund von verkaufsfördernden Aktionen einiger Betreiber wiederum zulegen", schätzt der Chef der Regulierungsbehörde.

Aufwärtstrend bei Gesprächsminuten gebrochen
Bei der Entwicklung der Gesprächsminuten im Mobilfunk sei hingegen erstmals seit vielen Jahren der Aufwärtstrend der Mobiltelefonie unterbrochen worden, so Serentschy in einer Mitteilung vom Freitag. Obwohl die Mobilfunkumsätze konstant geblieben sind (857 Millionen Euro im 3. Quartal), gab es bei den Gesprächsminuten vom 2. Quartal 2008 auf das 3. Quartal 2008 einen Rückgang um 3,1 Prozent auf 4,75 Milliarden Minuten. "Von einer Trendumkehr zu sprechen, wäre allerdings verfrüht", meint Serentschy. Gegenüber dem 3. Quartal des Vorjahres wurde um 12,5 Prozent mehr mit dem Handy telefoniert, der Umsatz ging jedoch um 4,2 Prozent zurück - offenbar sind die Tarife deutlich gesunken.

1,15 Milliarden verschickte SMS
Die Mobilfunk-Penetration - aktivierte SIM-Karten dividiert durch die Bevölkerungszahl - ist im 3. Quartal 2008 weiter leicht gestiegen und liegt jetzt bei 123 Prozent. Zum Anstieg beigetragen haben im vergangenen Jahr vor allem SIM-Karten, die für "mobiles Breitband" genutzt wurden. Die Anzahl der verschickten SMS (1,15 Milliarden) ist im 3. Quartal kaum noch gestiegen, gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres gab es aber eine Steigerung um mehr als 46 Prozent. Der Hauptgrund ist die Einführung von Pauschaltarifen für SMS.

T-Mobile und Orange verloren Marktanteile
Der Marktführer Mobilkom hat im 3. Quartal 2008 seinen Marktanteil um 0,5 Prozentpunkte auf 42,3 Prozent ausgebaut. Drei (5,7 Prozent, +0,2 Prozentpunkte) konnte seinen Anteil gegenüber dem Vorquartal ausbauen, während T-Mobile (32,1 Prozent, -0,3 Prozentpunkte) und Orange (19,9 Prozent, -0,4 Prozentpunkte) leicht Marktanteile verloren haben.

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