Di, 21. November 2017

Eingesperrt

12.03.2009 14:28

82-Jährige tagelang in eiskalter Kirche gefangen

Sie ist zwar sehr gottesfürchtig, aber drei Tage lang in einer Kirche eingesperrt zu sein, das war für eine 82-jährige Deutsche dann doch zu viel des Guten... Die ältere Dame aus Haibach bei Aschaffenburg war am Sonntag in die Messe gegangen und bemerkte kurz nach dem Verlassen des Gotteshauses, dass sie ihren Schlüssel verloren hatte. Sie ging zurück, suchte zwischen den Kirchenbänken danach - und bemerkte nicht, wie in der Zwischenzeit von außen das Kirchenportal zugeschlossen wurde. Erst drei Tage später konnte die Frau - durchgefroren, aber ansonsten wohlauf - aus ihrer misslichen Lage befreit werden.

„Sie hat gebetet, gesungen und auf Gott vertraut“, wird der Pfarrer Andreas Reuter in der deutschen „Abendzeitung“ zitiert. Die 82-Jährige hatte während der drei Tage verzweifelt um Hilfe gerufen und gegen die Kirchentür geklopft, aber niemand wurde auf die „Gefangene“ aufmerksam.

Frau trank Weihwasser
Um sich vor der Kälte zu schützen, lief die Frau in der Kirche auf und ab und hielt die eiskalten Hände zum Wärmen über die Opferkerzen. Sie trank Weihwasser und lutschte Hustenbonbons, die sie in der Manteltasche hatte.

Wie es passieren konnte, dass die 82-Jährige beim Zusperren übersehen wurde, ist noch unklar. Zum einen, so ein Vertreter der Pfarrgemeinde, sei die Kirche verwinkelt und unübersichtlich. Außerdem hatte sich die Frau beim Suchen der Schlüssel gebückt und war zwischen den Kirchenbänken nicht zu sehen. Die Pfarre spielt nun mit dem Gedanken, einen Alarmknopf mit Sirene zu installieren.

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