Mo, 23. Oktober 2017

Krieg der Wirte

11.03.2009 08:58

Anwaltsbriefe und Anzeigen wegen Rauchverbot

Der Streit um den blauen Dunst nimmt kein Ende! Selbst ernannte Raucher-Sheriffs haben es sich nicht nur in Oberösterreich zum Hobby gemacht, durch Lokale zu ziehen und jeden Wirt anzuzeigen, bei dem noch unerlaubt gequalmt wird. Und auch die Gastronomen schwärzen sich gegenseitig an: Ein Verein hat mit 50 Klagen gedroht. Ein Ende des Streits ist nicht in Sicht.

"Es geht um ungerechtfertigten Wettbewerbsvorsprung", so Clemens Pichler, Anwalt des "Vereins zur Durchsetzung von Nichtraucherschutzbestimmungen" seine 50 Briefe, die nun in Lokale in allen Bundesländern geflattert sind. Darin droht die Vereinigung den Betrieben mit einer Unterlassungsklage. Der Streitwert liegt bei 36.000 Euro. Einsichtige Lokalinhaber müssen versprechen, das Rauchverbot einzuhalten und 350 Euro (Pauschalgebühr für den Aufwand des Vereins sowie Honorar für den Anwalt) zahlen.

Aufruf zum Mitmachen
Mit einem bereits vorgefertigten Formular auf der Homepage ruft der Verein, dem hauptsächlich Gastronomen angehören, auch zum Denunzieren von Konkurrenten auf.

Doch auch anderswo wird angezeigt und gedroht, was das Zeug hält. Vor allem in Einkaufszentren, wo auch ob der Enns meist noch gequalmt wird.

Symbolbild

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