So, 17. Dezember 2017

Minus 20 Prozent

05.03.2009 15:34

Mehr Umsatz, aber weniger Gewinn 2008

Trotz steigender Umsatzzahlen hat sich das Ergebnis des Faserkonzerns Lenzing um fast 20 Prozent verschlechtert. Vorerst werden weder Mitarbeiter entlassen noch ist Kurzarbeit geplant.

Der börsenotierte Faserhersteller Lenzing hat 2008 einen Gewinneinbruch erlitten. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verringerte sich vorläufigen Zahlen zufolge um 19,7 Prozent auf 130,3 Millionen Euro. Der konsolidierte Konzernumsatz erhöhte sich um 5,4 Prozent auf 1,33 Milliarden Euro.

"In den ersten sechs Monaten konnten wir noch von der sehr guten Marktlage des zu Ende gehenden Faserboomjahres 2007 profitieren. Ab dem dritten Quartal wirkte sich jedoch die weltweite Konjunktureintrübung negativ auf den Geschäftsverlauf aus", teilte Lenzing-Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand Peter Untersperger mit.

Weltweiter Rückgang der Faserproduktion
Weltweit sei die Faserproduktion im Vorjahr erstmals seit 1950 gesunken - um 4,6 Prozent auf 69 Millionen Tonnen, schilderte Untersperger die Lage. Die Faserpreise und -mengen seien massiv unter Druck geraten. Die Schlüsselmärkte China und Indien hätten die Produktion um 18 bzw. 25 Prozent zurückgefahren. Lenzing hingegen hat um 20.000 Tonnen mehr produziert als im Jahr davor.

Ziel: 100 Prozent Auslastung im Standort Lenzing
Lenzing will nun an allen Standorten sparen - etwa 100 der rund 6.000 Mitarbeiter weltweit wurden bereits gekündigt. In Österreich, wo der Faserkonzern rund die Hälfte seines Personals beschäftigt, seien "aus heutiger Sicht" aber weder Kurzarbeit noch Stellenstreichungen geplant, versicherte Untersperger. In Heiligenkreuz arbeiten rund 180 Beschäftigte, in Lenzing rund 2.820. Das erklärte Ziel seien 100 Prozent Auslastung am Standort Lenzing. "Wir können momentan aber über drei Monate nicht hinausschauen", räumte der Unternehmenschef ein.

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