Mo, 20. November 2017

Gemobbte Kids

04.03.2009 08:30

Jeder zehnte Schüler wird gequält

Unsere Schulen - ein Hort der Gewalt? Laut PISA-Expertenbericht fühlt sich jeder zehnte Schüler von Kameraden unterdrückt oder gequält, verbale Verunglimpfungen - auch durch Lehrer - sind noch häufiger. Jeder zweite Teenager klagt darüber. "Der Umgangston wird rauer", weiß Schulpsychologin Agnes Lang.

Im Expertenbericht wird gefolgert: "... dass in den AHS immer mehr Praktiken der Bloßstellung Einzug halten. In diesem Schulzweig fühlen sich außerdem mehr als die Hälfte der Befragten überfordert oder überlastet, noch 2003 waren es nur 36 Prozent."

Problem verbale Gewalt
In der oberösterreichischen Jugendstudie klagt jeder zweite 15- bis 20-Jährige vor allem über verbale Gewalt im Schulalltag. "Worte können oft wirklich viel mehr weh tun als ein Rempler", so Agnes Lang, Schulpsychologin im Landesschulrat. "Ist ein Kind einmal Opfer, kann daraus Mobbing werden." In unserem Bundesland laufen deshalb Bemühungen, gutes Klima zu schaffen. "Schulhauskultur" nennt es Lang. Das fängt schon damit an, wie ich bei der Tür hereinkomme. Wird gegrüßt, der andere angeschaut, gelächelt? Werteerziehung sei wichtig und ein Teil der Gewaltprävention. Und außerdem ein Weg, den Lehrer und Eltern unbedingt schon früh und gemeinsam gehen müssen.

Jugendkriminalität am Vormarsch
Denn auch in der Kriminalstatistik macht die Jugend Sorgen: 18 Prozent plus im Vergleich zu 2007, jeder sechste ausgeforschte Straftäter war erst 14 bis 18 Jahre alt. Am häufigsten ist Vandalismus, 7.529 Teenager haben schwere Straftaten wie Raub verübt.

von Hedwig Savoy, "OÖ-Krone"
Symbolbild

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