Do, 23. November 2017

Heftige Proteste

27.02.2009 16:45

Treffen von Burschenschaft in Linz umstritten

Die Deutschnationale Burschenschaft "Arminia Czernowitz zu Linz" will Anfang März in den Redoutensälen des Linzer Landhauses einen Festkommers abhalten. Verschiedene Gruppen in Oberösterreich protestieren gegen das Treffen. Die Burschenschaft werde dem rechtsextremen Milieu zugerechnet, sagt etwa das Netzwerk gegen Rassismus.

Auch die Grünen, die Gewerkschaftsjugend Oberösterreich, die Junge Generation der SPÖ und die KPÖ fordern, das Zusammenkommen am 7. März in den Redoutensälen des Landes zu verhindern.

Die Burschenschaft will ihren "Festkommers" unter dem Motto "Ehre, Freiheit, Vaterland" abhalten. Die Gegner des Vorhabens verweisen darauf, dass die Burschenschaft laut Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) dem rechtsextremen Milieu zuzuordnen sei und verlangen von Landeshauptmann Josef Pühringer alles zu unternehmen, um die Veranstaltung zu verhindern. Sein Büro erklärte auf Anfrage, er gebe dazu keine Stellungnahme ab.

FPÖ-Landesparteiobmann weist Kritik zurück
Der FPÖ-Landesparteiobmann Lutz Weinzinger, der daran teilnehmen will, hat die Kritik zurückgewiesen. Er betonte, der "Festkommers" erinnere an das Jahr 1819, als durch die Karlsbader Beschlüsse die Burschenschaften verboten wurden.

Sicherheitsdirektor Alois Lißl stellte auf Anfrage fest, es habe im Zusammenhang mit der Burschenschaft bisher keine Anzeigen nach dem Verbotgesetz gegeben. Man werde sich die Veranstaltung aber genau ansehen, wer sie besuche, und was dort gesprochen werde.

Symbolbild

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