Mi, 23. Mai 2018

Winter-Bilanz

27.02.2009 20:45

Zuerst zu warm, dann zu kalt und viel Schnee

Der meteorologische Winter ist zwar erst am Samstag offiziell zu Ende, doch die ZAMG auf der Hohen Warte in Wien hat bereits am Freitag eine Bilanz der vergangenen drei Monate gezogen. Fazit: Im Dezember war es größtenteils zu warm und grün, dafür gab's ab Jänner jede Menge Minusgrade und Schnee. Auffallend war außerdem, dass sich die Sonne mit Vorliebe im Westen gezeigt hat, während es im Osten Österreichs meist trüb und wolkig blieb.

Extremwerte wurden vorwiegend im Februar registriert: Am 18.2. fielen die Quecksilbersäulen im Tiroler Seefeld auf minus 25,2 Grad, elf Tage zuvor hatte man in Weyer in Oberösterreich noch plus 16,8 Grad gemessen. In Westösterreich lag die Durchschnittstemperatur mit bis etwa ein Grad unter dem normalen Wintermittelwert. Besonders kühl verlief der Winter am Bodensee sowie im Raum Salzburg Stadt und Umgebung. Mild war er hingegen in Teilen Unterkärntens, der Steiermark und im südlichen Burgenland. In den Bergen war es mit bis zu zwei Grad unter den normalen Mittelwerten verhältnismäßig kalt.

Vierlerorten große Niederschlagsmengen
Was die Niederschlagsmengen betrifft, erreichten die Werte von Vorarlberg bis zum Waldviertel 80 bis 120 Prozent des langjährigen Durchschnitts, teils aber auch weniger als 80 Prozent. Im Bereich des Alpenhauptkammes, in großen Teilen Ostösterreichs und ganz besonders im Süden fielen dagegen übernormale, in Teilen Osttirols und Oberkärntens sogar "extrem übernormale" Mengen, wie die ZAMG vermeldete. Daraus ergeben sich teilweise 200 bis mehr als 240 Prozent der Normalmengen.

440 Zentimeter Neuschnee in Mariazell
Während die Schneemengen in den Landeshauptstädten unter den Mittelwerten lagen, stiegen mancherorts die Messwerte enorm nach oben. So erreichte etwa Mariazell in der Steiermark eine Neuschnee-Summe von 440 Zentimetern, Lunz am See in Niederösterreich 408 Zentimeter und Kötschach-Mauthen in Kärnten 402 Zentimeter. Obwohl rekordverdächtig bedeuten diese Zahlen allerdings keine neuen Niederschlagsrekorde.

Innsbruck und Salzburg sonnig, Wien trüb
Was Sonnenschein betrifft, landete Innsbruck mit insgesamt 275 Sonnenstunden auf Platz eins. Zum Vergleich: Wien liegt mit lediglich 142 Sonnenstunden (nur 65 Prozent des Normalwertes) am Tabellenende. Viel Sonne gab es auch in Salzburg. Mit 263 durften sich die Mozartstädter über 123 Prozent mehr Sonnenstunden freuen als sonst.

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