Mo, 28. Mai 2018

Erspartes verloren

26.02.2009 09:24

AWD-Opfer: "Mein Sterbegeld ist weg..."

Die Kosten für das letzte Aufgebot, den Blumenschmuck und den Sarg: 4.000 Euro Sterbegeld hatte die Pensionistin Monika M. (68) aus Lebring auf die hohe Kante gelegt - und jetzt ist fast alles weg! Wie Tausende andere (offenbar falsch beratene) Kunden des Finanzdienstleisters AWD wurde sie um ihr Erspartes gebracht.
"Das ist alles eine Hexenjagd gegen uns. Wir haben stets seriös beraten", setzt sich der "unabhängige Finanzdienstleister" AWD zur Wehr.

Immer mehr Geschädigte melden sich
Doch 6.500 Kunden sehen das offenbar anders und brachten über den Verein für Konsumenteninformation die größte Sammelklage in der Zweiten Republik ein. Und kein Tag vergeht, an dem sich nicht neue Opfer melden. Drei besonders tragische Schicksale:

  • Die Pensionistin Monika M. aus Lebring (im Bild mit den AWD-Unterlagen) hat beinahe ihr gesamtes, mühsam gespartes Sterbegeld verloren: "Dabei hat man mir doch immer versprochen, dass das alles mündelsicher sei."
  • Eine Pensionistin (85) aus Niederösterreich hat all ihre Ersparnisse in Immofinanzaktien investiert - rund 120.000 Euro sind weg.
  • Auf einem hohen Schuldenberg von 150.000 Euro sitzt nun ebenso eine Großfamilie aus Wien.

AWD-Berater: "Wir wurden einer Gehirnwäsche unterzogen"
Indes melden sich auch immer mehr ehemalige AWD-Finanzberater zu Wort und klagen den früheren Arbeitgeber an: "Wir wurden einer regelrechten Gehirnwäsche unterzogen. Wir mussten ständig neue Kunden keilen. Das war Psychoterror pur! Ein Kollege hat sich daraufhin sogar das Leben genommen."

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