Fr, 25. Mai 2018

Haus zu klein

25.02.2009 16:05

Suleman muss jetzt um die Achtlinge bangen

Der Achtlingsmutter Nadya Suleman bleibt nichts erspart: Der 33-jährigen Frau droht neben dem finanziellen Bankrott und einer Zwangsversteigerung ihres Elternhauses jetzt auch noch das Einschreiten der kalifornischen Jugendwohlfahrt. Besorgt rief die insgesamt 14-fache Mutter den amerikanischen Talkshowmoderator Phil McGraw an und berichtete ihm gegenüber, dass ihr aus dem "Kaiser Permanente"-Krankenhaus in Bellflower damit gedroht wurde, die Kinder nicht wie geplant in wenigen Wochen in ihre Obhut zu entlassen. Neben Bedenken zu den erzieherischen Kapazitäten der Frau machen den Behörden offenbar die Wohnverhältnisse Sulemans zu schaffen.

Suleman wohnt mit ihren sechs Kindern derzeit im Haus ihrer Eltern, das laut US-Berichten nur drei Schlafzimmer hat. Der Familie droht die Zwangsversteigerung, Mutter Angela steht mit 23.225 Dollar in der Kreide. Zuletzt hieß es, die Achtlingsmutter habe durch Medienengagements bereits eine niedrige sechsstellige Summe verdient. Sie selbst soll aber Schulden von fast einer Million Dollar haben. Suleman lebt von Sozialhilfezahlungen - weil drei der Kinder Behindertenbetreuung brauchen - und bekommt Essensmarken.

McGraw - ein ehemaliger Talkshow-Doktor von Oprah Winfrey, jetzt Star in seiner eigenen Sendung "Dr. Phil" - hat mit Suleman zwei Folgen für seine Fernsehsendung gedreht. Laut seinen Angaben war Suleman am Boden zerstört, als sie im Spital erstmals über die Möglichkeit aufgeklärt wurde, dass die Jugendwohlfahrt die Übergabe der Kinder in ihre Obhut blockieren kann, wenn sich herausstellt, dass sie nicht ausreichend für ihr Wohlergehen sorgen kann. Einige der Verantwortlichen im Krankenhaus stünden einer Übergabe kritisch gegenüber, so McGraw. Nach der Geburt Ende Jänner hieß es, die acht Frühchen müssten zwei Monate im Spital bleiben.

"Die Behörde entscheidet"
Aus der "Kaiser Permanente"-Klinik im kalifornischen Bellflower gab es dazu keinen Kommentar. Die Associated Press zitiert eine Neonatologin des Spitals mit den Worten: "Wenn wir das Gefühl haben, die Unterbringungsverhältnisse seien zu riskant, dann müssen wir die Jugendwohlfahrt informieren. Die Behörde entscheidet."

Laut AP ist Suleman selbst derzeit überhaupt nicht zu erreichen. Sie habe ihren Telefonanschluss stillgelegt, auch für die mediale Betreuung der in den letzten Wochen stark in die Kritik geratenen Frau zeige sich niemand mehr verantwortlich. Jene PR-Agentur, die Suleman zunächst Gratis-Betreuung angeboten hatte, gab die Aufgabe wieder ab, nachdem wüste Drohungen eingegangen waren.

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