Fr, 25. Mai 2018

Dramatische Szenen

24.02.2009 16:09

Familie wehrt sich verzweifelt gegen Abschiebung

Eine neunköpfige Familie hätte eigentlich am Dienstag in ihr Heimatland Tschetschenien abgeschoben werden sollen. Als Polizeibeamte die beiden Eltern und ihre Kinder abholen wollten, stießen sie allerdings auf heftige Gegenwehr. Laut Angaben der Polizei seien die Beamten körperlich attackiert worden, auch eine Schere und ein Messer sollen im Spiel gewesen sein. Der 38-jährige Familienvater wurde festgenommen und auf die Bezirkshauptmannschaft Graz Umgebung überstellt. Seine Ehefrau und die Kinder bleiben vorerst in der Unterkunft.

Gegen 6.15 Uhr wollten Polizisten der Inspektion Deutschfeistritz den 38-jährigen Tschetschenen, der sich illegal in Österreich aufhält, seine 34-jährige Ehefrau und seine Kinder - 16, 14, elf, acht, sechs, vier und ein Jahr alt - mit behördlichem Abschiebungsauftrag in einer Asylwerberwohnung in Peggau abholen.

Vater versteckte sich in Kasten
Als die Beamten die Wohnung betraten, versteckte sich der 38-Jährige offenbar in einem Kasten. Die übrigen Familienangehörigen versuchten laut Polizei den Beamten den Zutritt zu verwehren und die Festnahme ihres Vaters mit körperlichen Attacken zu verhindern. Attacken mit einer Schere und einem Messer konnten "im letzten Augenblick verhindert werden".

"Maßnahmen abgebrochen"
"Um weitere Eskalationen zu vermeiden", seien die "fremdenpolizeilichen Maßnahmen gegenüber den weiteren Familienmitgliedern vom Vertreter der Bezirkshauptmannschaft abgebrochen worden", hieß es. Nach Abbruch der Amtshandlung beruhigte sich die Familie.

Symbolbild

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