Mi, 22. November 2017

Große Aufregung

22.02.2009 13:03

Heftige Kritik an Post-Schließungsplänen

Die Sparpläne der Post - allein in Oberösterreich sollen 80 Filialen schließen - haben am Sonntag für Kritik aus Oberösterreich gesorgt. Landesrat Stockinger (ÖVP) fordert vollwertige Ersatzdienstleistungen, die im Einvernehmen mit den Gemeinden bereitgestellt werden sollen. Der oberösterreichische BZÖ-Arbeitnehmersprecher Max Walch bezeichnete Doris Bures (SPÖ) als "die größte arbeitnehmerfeindliche Ministerin".

Stockinger machte darauf aufmerksam, dass es in nur mehr 40 Prozent der oberösterreichischen Gemeinden ein eigenes Postamt gebe. "Das Sparprogramm der Post geht auf Kosten des ländlichen Raumes." Ein Mitarbeiterabbau bei tiefschwarzen Bilanzen wäre "gerade jetzt ein Hohn für den ökosozial denkenden Bürger", so der Landesrat. Eine Post-Partnerschaft könne eine Frequenz-Synergie bringen, von der beide Partner profitieren würden.

Walch attackiert Bures
"Bures sieht wieder einmal tatenlos zu", kritisierte Walch. In ihrer Infrastrukturministerschaft passiere nun "die größte Zusperrlawine". "Trotz gut gehender Postämter, die für die Versorgung der Bevölkerung hervorragende Arbeit leisten, werden nun durch diese Schließungen wieder hunderte Arbeitnehmer in die Frühpension geschickt." Das BZÖ forderte eine sofortige Stellungnahme von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Bures.

Pikant daran: Unter Verkehrsminister Hubert Gorbach (BZÖ) wurden unter anderem 310 Postämter in einem Schwung geschlossen.

Symbolbild

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden