Sa, 26. Mai 2018

Trübe Aussichten

21.02.2009 09:34

US-Starökonom sieht kein Ende der Banken-Krise

Die Banken- und Kreditkrise in den USA ist nach Einschätzung von US-Starökonom Nouriel Roubini noch lange nicht überstanden. Man habe gerade einmal annähernd die Hälfte hinter sich, sagte Roubini der Nachrichtenagentur Reuters. "Und es wird noch schlimmer." Für 2009 erwarte er ein Schrumpfen der Wirtschaft, im nächsten Jahr könne die Arbeitslosenquote rund zehn Prozent erreichen, sagte der Wirtschaftsprofessor, der als einer von wenigen Ökonomen die derzeitigen Turbulenzen an den Finanzmärkten im Wesentlichen vorhergesagt hatte.

Die geplante Überprüfung der US-Großbanken durch die Regierung begrüßte Roubini. Dies sei ein Schritt, um objektiv zu entscheiden, welche Banken zahlungsunfähig und welche insolvent seien und um die insolventen Banken zu übernehmen. "Wir müssen einige Banken übernehmen", urteilte der Ökonom. Die Verstaatlichung oder Zwangsverwaltung einer Bank müsse jedoch nicht dauerhaft sein. "Ich sehe das als temporäre Maßnahme - sie zu übernehmen, zu sanieren und zurück an den Privatsektor zu verkaufen." Niemand befürworte eine langfristige Regierungsbeteiligung am Bankensystem.

"Stresstest" für 25 US-Großbanken
Vor kurzem hatte US-Finanzminister Timothy Geithner einen neuen Rettungsplan für die Bankenbranche vorgestellt. Demnach will die Regierung in den kommenden Wochen bis zu 25 Großbanken einem sogenannten "Stresstest" unterziehen, um zu prüfen, welches der Institute weiteres Kapital braucht.

Die Angst vor einer Verstaatlichung ließ die Aktien von Citigroup und Bank of America am Freitag bereits den sechsten Tag in Folge absacken. Das US-Präsidialamt erklärte daraufhin, die Regierung bekenne sich zu einem privaten Bankensystem. "Diese Regierung ist weiterhin fest davon überzeugt, dass ein privates Bankensystem der richtige Weg ist", sagte der Sprecher von Präsident Barack Obama, Robert Gibbs. "Das ist unsere Überzeugung seit einiger Zeit, und wir bleiben dabei."

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