Sa, 26. Mai 2018

Peinliches Hoppala

19.02.2009 13:15

Brite bekam Fußfessel an Beinprothese angelegt

Mit einer elektronischen Fußfessel haben Sicherheitsbeamte einen wegen Drogenbesitzes zu drei Monaten Hausarrest verurteilten Briten überwachen wollen. Was die Ordnungshüter dabei laut einem Zeitungsbericht der "Sun" übersahen: die abnehmbare Beinprothese des Verurteilten.

Der 29-jährige Bret Ravenhill aus dem britischen Barnsley muss noch immer schmunzeln, wenn er an den Moment denkt, in dem ihm eine Mitarbeiterin eines Sicherheitsunternehmens die elektronische Fußfessel anlegte. Was die Frau nicht wissen konnte: Der wegen Cannabis-Besitzes zu drei Monaten Hausarrest verurteilte Staplerfahrer verlor vor sechs Jahren bei einem Motorradunfall seinen Unterschenkel.

Doch weder beim Anlegen der Fessel, noch bei den alle vier Wochen routinemäßig stattfindenden Kontrollen wurde das peinliche Missgeschick bemerkt. Selbst bei der Abnahme vergangene Woche fiel offenbar niemandem auf, dass die Fußfessel die ganze Zeit über an der Beinprothese befestigt war.

Bret selbst versichert allerdings, den Fehler zu keiner Zeit zu seinen Gunsten genutzt zu haben: "Ich habe meine Ausgangssperre nicht gebrochen, obwohl ich jede Nacht um die Häuser hätte ziehen können", erzählt er der "Sun" - und übt zugleich Kritik an den schlampigen Kontrollen des Sicherheitsunternehmens: "Ich bin keine Gefahr für die Öffentlichkeit, aber kaum auszudenken, wenn dasselbe einem bewaffneten Räuber passiert wäre."

Eine Sprecherin des für den Fauxpas verantwortlichen Sicherheitsunternehmens ist indes um Schadensbegrenzung bemüht: "Unsere Mitarbeiter werden geschult, das Bein, an dem die Fessel befestigt wird, zu überprüfen. In diesem Fall scheint unsere Anweisung jedoch missachtet zu worden sein." Im britischen Justizministerium ist man darüber "not amused": Minister David Hanson zeigte sich "äußerst besorgt" über den Vorfall.

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