Do, 23. November 2017

Krise trifft voest

18.02.2009 14:25

Kündigungen in Krems - 10 % müssen gehen

Der "nachhaltige Konjunktureinbruch" hat bei der voestalpine Krems, einem Hersteller von Rohren und Profilen, zu Auslastungsproblemen geführt. "Die starken Auftragsrückgänge in den wichtigsten Abnehmerbranchen wie Nutzfahrzeugindustrie, Bauindustrie und Baumaschinenhersteller sowie im Stahlhandel können nicht mehr kompensiert werden", so das Unternehmen. Den bisherigen Maßnahmen wie Reduktion von Arbeitszeitkonten und Urlaubsständen, Abbau von Leasingkräften und Auslaufen befristeter Dienstverträge müsse "nun auch ein betriebsbedingter Stellenabbau folgen".

65 Mitarbeiter wurden beim AMS zur Kündigung angemeldet, "wobei die Auflösung der Dienstverhältnisse nach Ablauf der vorgesehenen 30-tägigen Frist eingeleitet werden soll". Es sei "selbstverständlich", "dass in einer derart schwierigen Situation, die einen Stellenabbau erfordert, soziale Kriterien berücksichtigt werden", so Werner Suppan, Geschäftsführer der voestalpine Krems. Die Absicherung und Neuausrichtung des Unternehmens auf die geringeren Absatzmengen werde unter den sich laufend ändernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die größte Herausforderung darstellen, meinte Suppan.

In Krems beschäftigt die voestalpine derzeit 677 Mitarbeiter, davon 509 Arbeiter und 168 Angestellte und erzielte eigenen Angaben zufolge im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 320 Millionen Euro. Am Mittwoch fand in Krems eine Betriebsversammlung statt, in der Geschäftsführung und Aufsichtsrat die Mitarbeiter über die aktuelle Lage und die Personalmaßnahmen informierten.

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