Mo, 21. Mai 2018

Kein Fernweh

16.02.2009 12:20

Online-Gamer bleiben in der Nachbarschaft

Laut einer Untersuchung des US-Forschers Noshir Contractor scheuen sich Online-Gamer in den Spielen davor, Kontakte zu real weit entfernten Personen zu knüpfen. Im Gegenteil: Am liebsten spielen sie mit Leuten aus der eigenen Nachbarschaft. "Sie können mit jedem beliebigen Menschen irgendwo auf der Welt kommunizieren. Letztlich aber endet die Suche fünfmal so häufig bei einem Partner aus dem Zehn-Kilometer-Radius als bei einem aus 100 Kilometer Entfernung", fasst Contractor seine Ergebnisse zusammen.

Aus dem überraschenden Ergebnis schließt der US-Wissenschafter, dass Online-Games kaum dazu dienten, neue Netzwerke aufzubauen. Vielmehr würden dabei bestehende gefestigt werden. Neben der Erkenntnis, dass Online-Gamer gerne "unter sich" bleiben, hat die Studie auch zu Tage gefördert, dass die Spieler ihre Spielzeit massiv unterschätzen. Auch halten sich ungewöhnlich viele für depressiv und das Durchschnittsalter liegt weit über dem von Teenagern.

Für die Studie beobachtete der Verhaltensforscher das Online-Verhalten von 7.000 Gamern, die sich in den virtuellen Welten des Online-Rollenspieles "Ever Quest II" austoben. Dabei studierte er das User-Verhalten, etwa wer sich mit wem unterhalten oder kooperiert habe. Im Anschluss befragte er die User auch.

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