Fr, 24. November 2017

Lawinendrama

14.02.2009 17:12

Oberösterreicher von Lawine verschluckt

Die Suche nach dem Oberösterreicher, der im Bereich des Anzenbergs im Gemeindegebiet von Hintersee im Salzburger Flachgau seit Freitagabend vermisst wird, musste am Samstagvormittag wegen der immer akuter werdenden Lawinengefahr abgebrochen werden.

Der Skischulleiter von Hintersee erstattete gegen 21.00 Uhr bei der Bergrettung die Anzeige, dass seit dem Nachmittag sein 47-jähriger Bekannter aus dem Raum Attersee, der allein im Skigebiet mit den Skiern unterwegs gewesen war, noch nicht ins Tal zurückgekehrt sei. Aufgrund der schlechten Witterung und der hohen Lawinengefahr wurde die Suche durch die Bergrettung am Samstag gegen 1.00 Uhr vorerst eingestellt.  Der 47-jährige Variantenfahrer aus dem Raum Attersee dürfte vermutlich von einer Lawine erfasst worden sein, meldete die Bergrettung.

Handy liefert Hinweis auf möglichen Unfallort
Am Samstag brach eine Vorhut der Bergrettung zu einem Lawinenkegel westlich von der Anzenberg Sesslliftstation auf. Dort konnte Freitagnacht ein schwaches Signal des Handys des Vermissten angepeilt werden, das am Samstag jedoch nicht mehr zu hören war; der Akku dürfte leer sein. Samstag wurde die Suchaktion gegen 8.30 Uhr erneut von 34 Mann der Bergrettung sowie drei Alpinpolizisten aufgenommen, doch um 10.45 Uhr wegen der akuten Lawinengefahr abgebrochen. Die Suche soll nach Wetterbesserung mit dem Hubschrauber wieder aufgenommen werden.

Drei Menschen verschüttet
Am Regenspitz Nord-Ost im Gemeindegebiet von Hintersee ist Samstagnachmittag eine weitere Lawine abgegangen. Drei Tourengeher wurden verschüttet, zwei konnten verletzt geborgen werden, nach einer dritten Person wird gesucht. Auch im Gemeindegebiet von Saalbach-Hinterglemm ist am frühen Nachmittag ein Schneebrett abgegangen: Eine Person wurde dabei verletzt und vom Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Die beiden anderen Begleitpersonen blieben ersten Angaben zufolge unverletzt.

Symbolfoto

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