So, 20. Mai 2018

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14.02.2009 12:46

Benni Raich lobt den ÖSV

Benjamin Raichs erster Erfolg im Weltcup am 7. Jänner 1999 in Schladming ist mittlerweile mehr als zehn Jahre her. Seit diesem Tag ist der Tiroler fast so verlässlich wie ein Uhrwerk in der Weltspitze vertreten. Nach seiner Silbermedaille im WM-Riesentorlauf (siehe Video) von Val d'Isere versuchte der 30-Jährige seine außergewöhnliche Konstanz und Beständigkeit zu erklären.

"Über dieses Thema habe ich erst vor kurzem mit dem Präsidenten Peter Schröcksnadel gesprochen. Wenn man gut arbeitet, Begeisterung für den Sport zeigt und immer am Ball bleibt, dann hat man auf Dauer Erfolg. Auch wenn einmal dazwischen ein Rennen oder eine ganze Saison schief geht", erklärte Raich.

Wenn der Pitztaler über die Hintergründe der Erfolge berichtet, dann spricht er in der Mehrzahl. "Es gibt viele Dinge, die uns auszeichnen. Natürlich habe ich das Talent zum Skifahren, das ist die Grundvoraussetzung. Aber ohne die Möglichkeiten, die mir geboten wurden und die ich auch genutzt habe, wäre ich jetzt nicht, wo ich bin."

"Ich kenne keine besseren Trainer"
Deshalb vergaß Raich nach der für die ÖSV-Herren so erlösenden ersten Medaille in Val d'Isere auch nicht auf das unter Zugzwang geratene Trainerteam. "In den letzten Tagen wurde sehr viel infrage gestellt, das ist auch gut so. Aber ich kenne keine besseren Trainer als meine Chefs. Und wenn man sich nüchtern betrachtet die gesamte Saison anschaut, dann sind wir sehr stark."

Raich hob in diesem Zusammenhang auch die besonderen Gesetze bei einem Großereignis hervor. "Auch wenn man gut arbeitet, kann man Fünfter oder Achter werden. Man muss schon auch sehen, dass die Luft an der absoluten Weltspitze sehr dünn ist." Raich meinte mit seinen "Chefs" vor allem seinen langjährigen Gruppentrainer Andreas Evers, aber auch Cheftrainer Toni Giger.

Bruder Florian ins ÖSV-Team geholt
Auch wenn der Gewinner von 13 Medaillen bei Großereignissen nach außen hin wie der nette Bub von nebenan wirkt, Raich weiß schon ganz genau, was er will. Das zeigen Entscheidungen wie jene im Sommer 2008, als er seinen älteren Bruder Florian ins ÖSV-Team seiner engsten Trainer und Mitarbeiter geholt hat. "Das war nicht für jeden nachvollziehbar und hat auch nicht jeder gut gefunden. Aber das sind die Schritte, die mich dann immer noch ein Stück weitergebracht haben."

Gold trauerte Raich keine Sekunden nach, zu überlegen war an diesem Tag der Schweizer Carlo Janka. "Einer war klar besser, das muss man respektieren, und da muss man den Hut ziehen. Janka war wirklich sehr stark."

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