So, 20. Mai 2018

Rätselhafter Vorfall

12.02.2009 08:08

Kosovo-Soldat von Kameraden angeschossen

Ein österreichischer Kosovo-Soldat ist von einem Kameraden versehentlich angeschossen worden. Der 22-jährige Burgenländer hatte Glück im Unglück und erlitt bei dem Vorfall am Dienstagnachmittag "nur" eine Fleischwunde im Schulter-Hals-Bereich. Es bestand keine Lebensgefahr, teile das Streitkräfteführungskommando am Mittwoch mit. Ursache dürfte ein unsachgemäßer Umgang mit der Dienstpistole gewesen sein.

Wie krone.at von Oberstleutnant Karl Krainer erfuhr, befasst sich derzeit eine Untersuchungskommission mit dem Vorfall in der Unterkunft des österreichischen Kosovo-Kontingents (KFOR) im Camp Casablanca in Suva Reka.

Fahrlässige Handhabung der Waffe
Welche Umstände genau zu dem Unfall geführt haben, ist noch nicht bekannt, laut Krainer lag aber höchstwahrscheinlich eine fahrlässige Handhabung der Waffe vor. Der Oberstleutnant wies gegenüber krone.at ausdrücklich darauf hin, dass im Camp Waffe und Magazin grundsätzlich immer getrennt voneinander aufbewahrt werden müssen. Außerdem dürfen aufgrund der Sicherheitsbestimmungen Waffen innerhalb des Camps eigentlich nicht geladen werden.

Verletzter nicht in Lebensgefahr
Der verletzte Soldat wurde mit dem Hubschrauber in das deutsche Einsatzlazarett geflogen und dort operiert. Lebensgefahr bestand zu keinem Zeitpunkt, teilte das Verteidigungsministerium mit. Der Schütze wird psychologisch betreut. Die Angehörigen des verletzten Soldaten wurden bereits informiert. Österreich ist mit etwa 700 Soldaten im Kosovo vertreten.

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