Mi, 23. Mai 2018

Auto explodiert

09.02.2009 15:39

ETA bombt vor Baskenland-Wahl in Madrid

Vor einem Industrie- und Messezentrum bei Madrid ist am Montag eine der baskischen Untergrundorganisation ETA zugeschriebene Autobombe detoniert. Der Sprengsatz riss laut Polizeiangaben ein Loch in den Asphalt und zerstörte etwa 30 Autos, an einigen umliegenden Gebäuden entstand Sachschaden. Verletzt wurde niemand, da etwa eine Stunde vor dem Anschlag im Namen der ETA ein Warnanruf eingegangen war.

Daraufhin riegelte die Polizei die Gegend im Viertel Campo de las Naciones ab. Nach der Explosion sperrten Sicherheitskräfte ein Teilstück der Schnellstraße M40 und stoppten den Verkehr auf einer U-Bahnlinie von Madrid.

ETA-nahe Parteien ausgeschlossen
Zum 50. Jahrestag ihrer Gründung Ende Jänner hatte die ETA die Fortsetzung des Kampfes für einen unabhängigen Baskenstaat angekündigt. Am Sonntag verbot das Oberste Gericht in Spanien zwei der ETA nahestehenden Parteien die Teilnahme an der Regionalwahl im Baskenland im März. "Was die ETA heute früh getan hat, zeigt, dass das Oberste Gericht richtig entschieden hat", sagte Innenminister Alfredo Rubalcaba am Ort der Detonation.

Terror forderte bisher 825 Menschenleben
Der Ort des bisher letzten ETA-Anschlags in Madrid war im Dezember 2006 der Flughafen der Hauptstadt gewesen. Damals kamen bei einer Bombenexplosion zwei Menschen ums Leben. Die Untergrundorganisation hat in der Vergangenheit wiederholt Anschläge mit Autobomben verübt, ihrem Kampf für ein unabhängiges Baskenland fielen seit 1968 nach Regierungsangaben mehr als 825 Menschen zum Opfer.

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