Sa, 25. November 2017

Krank im Urlaub

16.10.2012 11:43

So gehst du mit Krankheit im Ausland um

Der Urlaub sollte eigentlich die schönste Zeit im Jahr sein, jedoch kann es leider auch dann vorkommen, dass dich eine Erkrankung erwischt oder du einen Unfall erleidest. Denn gerade im Urlaub, wenn du entspannt bist, reagiert der Körper damit, sich eine Schwäche zu erlauben, da du nun nicht "funktionieren" musst. Besonders unangenehm sind Erkrankungen und Verletzungen dann, wenn du nicht in deinem Heimatland weilst, sondern deinen Urlaub im Ausland verbringst.

Krank sein kann teuer werden
Klar, in Österreich zücken wir die E-Card und alles ist in Ordnung. Dass das im Ausland nicht unbedingt so sein muss, ist leider vielen Urlaubern nicht geläufig. Die Rückseite der E-Card enthält die Europäische Krankenversicherungskarte. Mit dieser ist die kostenlose Behandlung bei Vertragsärzten und öffentlichen Spitälern in der EU, in den EWR-Staaten und der Schweiz gewährleistet. Mit einigen anderen Ländern, wie der Türkei, Bosnien, Serbien und Montenegro, Mazedonien oder Kroatien, gibt es Sozialversicherungsabkommen. Für diese Länder bekommst du einen Betreuungsschein, den du vor Ort beim dortigen Sozialversicherungsträger gegen einen Krankenschein einlösen kannst. Erst danach kannst du zum Arzt gehen.

In allen anderen Ländern weltweit musst du die Kosten für die ärztliche Behandlung zunächst aus eigener Tasche – und das oft in bar – berappen. Erst nach dem Urlaub kannst du sie bei deiner Krankenkasse einreichen. Übernommen werden dabei jedoch nur 80 Prozent jener Kosten, die eine vergleichbare Behandlung in Österreich gekostet hätte. Auf der Differenz bleibst du sitzen.

So kostet eine Untersuchung durch einen Hotelarzt ab mindestens 100 Euro aufwärts, ein Tag im Spital schlägt sich mit 800 bis 7.000 Euro zu Buche. Auch Krankenrücktransporte sind meist privat zu bezahlen und kosten ab 15.000 Euro. Um derartige Belastungen zu vermeiden, solltest du eine Reisekrankenversicherung abschließen. Die Kosten hierfür sind vergleichsweise gering, decken aber viele Eventualitäten ab. Am besten fragst du gleich bei Buchung im Reisebüro danach.

Wenn der Ernstfall eintritt
Du befindest dich im Ausland und brauchst ärztliche Hilfe. Bitte darum, einen Arzt zu rufen, der die E-Card akzeptiert. Hast du eine private Reisekrankenversicherung, dann solltest du den Krankheitsfall so schnell wie möglich melden. Lass dir in jedem Fall eine Honorarrechnung geben, auf der dein Name, das Datum sowie der Name des Arztes, die Anschrift, Art der Behandlung und eine Kostenaufstellung ersichtlich sind. Diese kannst du nach dem Urlaub einreichen. Denke auch daran, dass eine Krankheit, die länger als drei Tage andauert, deinen Urlaub unterbricht – du solltest daher auch in deiner Firma melden, wenn du erkrankt bist.

Generell
Leichtes Unwohlsein und leichte Erkrankungen sind bei Reisen ins Ausland nicht weiter ungewöhnlich. Andere Klimaverhältnisse, Stress, andere Ernährung, Jetlag – all das ist eine Belastung für deinen Körper. Auch Verkühlungen durch Klimaanlagen im Flugzeug sind leider normal. Du solltest daher deinem Körper auch Zeit geben, um sich zu erholen, und eine Reiseapotheke mit den wichtigsten Dingen zur Selbstmedikation immer mitführen (siehe Infobox).

Trinke ausreichend, und nimm auch genug Salz zu dir. Achte weiters darauf, dich zu schonen. Du solltest deinen Urlaub immer so planen, dass du nach deiner Rückkehr noch ein paar Tage Zeit zum Ausruhen und wieder Eingewöhnen hast. So kannst du dich im Ernstfall auch gut auskurieren.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden