Mo, 20. November 2017

Minus 70 Prozent

08.02.2009 13:53

Viele Lokale leiden unter dem Rauchverbot

Der Nichtraucheransturm ist ausgeblieben - fünfeinhalb Wochen nach Inkrafttreten des Rauchverbots in den meisten Gastlokalen stehen in Oberösterreich etwa 700 Betriebe vor der Pleite: Bis zu 70 Prozent Umsatzeinbußen sind einfach nicht zu verkraften. Auch eine Supermarktkette lockerte deswegen inzwischen das Qualmverbot wieder.

Ebenso wie viele kleinere Lokale leiden auch Gastro-Betriebe in offenen Einkaufstempeln unter dem Wegbleiben der rauchenden Gäste. Im Merkur-Restaurant im Einkaufszentrum Lentia in Linz-Urfahr soll der Umsatzverlust ebenfalls bereits bei 70 Prozent gelegen sein, selbst Angestellte mieden wegen des Rauchverbots das Lokal.

Auswirkungen hatte das auch bei Markt-Kunden, die Einkaufen mit Essengehen kombinieren: Sie wichen in einen Konkurrenzmarkt aus, wo Rauchen im Lokal erlaubt blieb. "Wir haben deshalb wieder Raucherbereiche eingerichtet, da ja auch Anträge für Umbauten gestellt wurden", heißt es dazu aus der Konzernzentrale.

Viele heben Qualmverbot wieder auf
Aus Umsatzgründen haben viele Lokale und Cafés in Einkaufszentren das Qualmverbot wieder aufgehoben, werden deswegen zum Teil schon zum vierten Mal mit Strafbescheiden bedacht: "Immer noch besser, als Pleite zu gehen", heißt es.

von Johann Haginger, "OÖ-Krone"

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