Mi, 23. Mai 2018

Hohes Unfallrisiko

06.02.2009 15:17

Umfrage: 57 Prozent für gesetzliche Helmpflicht

Die Pisten sind in den vergangenen Jahren gefährlicher geworden - zumindest glauben das viele Österreicher. Nach einer Umfrage des Versicherers Generali Österreich im Jänner 2009 meinen rund 84 Prozent von 512 Teilnehmern, dass die Unfallgefahr auf den Skihängen gestiegen ist. Etwa 57 Prozent sprechen sich für eine gesetzliche Helmpflicht aus, 23 Prozent halten eine solche für "teilweise" notwendig. Knapp 20 Prozent sehen keine Notwendigkeit.

Laut der Umfrage befürchten rund 78 Prozent, sie selbst bzw. ein Angehöriger könnte in einen Ski- oder Snowboard-Unfall verwickelt werden - die Wahrscheinlichkeit dafür, dass dabei sie selbst der Verursacher wären, sehen fast 98 Prozent als "mittelmäßig" bis "nicht vorhanden" an.

Snowboarden birgt höchstes Unfallrisiko
Nach Zahlen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) aus 2007 ist Snowboarden mit 35,7 Spitalsbehandlungen je 1.000 Ausübenden die Sportart mit dem höchsten Unfallrisiko ab 15 Jahren - gefolgt von Fußball-Spielen (20 Spitalsbehandlungen/1.000 Ausübenden) und Pistenskifahren (15,4). Der Kopf wird bei Unfällen mit Snowboard- bzw. Skifahrern zu zehn Prozent verletzt. 2007 gab es laut KfV 51.600 spitalbehandelte Ski- und Snowboard-Unfälle in Österreich.

Das Risiko, während eines sieben- bis zehntägigen Skiurlaubs verletzt zu werden, liege bei etwa 1:100, sagte Generali-Vorstand Peter Thirring im Rahmen der Ski-Weltmeisterschaft in Val d'Isere. Man begrüße eine gesetzliche Helmpflicht: "Alles, was sicherer macht, ist gut. Aber das kann nicht die alleinige Lösung des Problems sein." Wesentlich sei z. B. auch, an das Problem- und Risikobewusstsein der Freizeitsportler zu appellieren.

Auch sei eine "Junktimierung von Helmpflicht und Versicherungsleistung" nicht gegeben, so Thirring. Selbst wenn ein neues Gesetz erlassen werde, betreffe dies nicht die Unfall-Versicherungsverträge, "in denen das Tragen des Helms ja nicht als besondere Obliegenheit enthalten ist". Soll heißen: Auf den Versicherungsschutz hätte das Fahren ohne Kopfschutz trotz Helmpflicht keine Auswirkungen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Für den Newsletter anmelden