Do, 24. Mai 2018

Zurück aufs Brett

06.02.2009 13:27

Skate 2

San Vanelona ist ein besonders schönes Fleckchen. Für all jene, die gerne ein Skateboard unter ihren Füssen haben, ist es sogar das Paradies. An San Vanelona fasziniert nicht nur der klingende Name, der die Weltoffenheit dieser Stadt symbolisiert und sich aus den Metropolen San Francisco, Vancouver und Barcelona ergibt. Vielmehr locken die vielfältigen Möglichkeiten, denn jeder, egal ob blutiger Anfänger oder alter Hase, findet hier ein Plätzchen, um sich mit EAs "Skate 2" austoben zu können.

Augenscheinlich ist bereits nach den ersten Minuten, dass aus San Vanelona eine pulsierende, lebendige Stadt geworden ist. Im Free-Skate-Modus kann man sich die Zeit nehmen, um eine ausgiebige Erkundungstour zu machen. Die saubere technische Umsetzung, was insbesondere für die flüssigen Animationen des Skaters gilt, macht Lust auf entspanntes Cruisen durch die Stadt.

Wer lieber kurz das Brett bei Seite lassen will, um zu Fuß ein Stückchen zurückzulegen, kann dies ebenfalls problemlos tun. Mit "Skate 2" können nämlich erstmals Objekte wie Bänke oder Gitter verschoben werden, um als neue Rutschmöglichkeit zweckentfremdet zu werden. Dadurch erreicht man Orte, die zuvor unzugänglich waren, zudem lassen sich bestimmte Aufgaben durch das Ändern der Platzierung überhaupt erst lösen.

Die Steuerung ist wie schon im Vorgänger relativ komplex, da der Spielaspekt eher simulations- denn arcadelastig ist. Dank des recht intuitiven Aufbaus beherrscht man die Steuerung trotz allem recht schnell. Der entschärfte Tutorial-Part gibt Neulingen eine gute Hilfestellung, sich mit den Möglichkeiten vertraut zu machen. Ohne Übung erfolgreich loslegen werden hingegen nur geübte Spieler können.

Die meiste Zeit wird man wahrscheinlich mit dem Karrieremodus verbringen. Dort warten zahlreiche unterschiedliche Aufgaben, die für eine dauerhafte Motivation sorgen sollen. Darunter fallen auch Renn-Wettbewerbe, die durch die dynamische Musikuntermalung einiges an Rasanz gewinnen. Weiters kann man sich auf gewissen Gebieten immer weiter spezialisieren.

Für Spieler, die mit gelungenen Tricks nur wenig anfangen können, dafür von "Jackass" jede Folge auswendig kennen, ist wohl ein neu hinzugekommener Modus gedacht, dessen vorrangiges Ziel es ist, besonders spektakuläre Stürze zu fabrizieren. Je schlimmer der Sturz, umso mehr Punkte gibt es. Diese Idee bringt zusätzliche Abwechslung, da nicht mehr nur die Erlangung höchster Perfektion ein stetiges Ziel ist.

Fazit: EAs Versuch, sich mit seinem letztjährigen Erstling gegen die Platzhirsche wie "Tony Hawk" zu behaupten, scheint geglückt. Mit "Skate 2" ist dem Publisher ein mehr als würdiger Nachfolger gelungen. Die technischen Schwächen des Vorgängers wurden konsequent ausgemerzt und frische Ideen sorgen für mehr Abwechslung. Das weitläufige Areal von San Vanelona lädt zu ausgedehnten Erkundungstouren ein und hat selbst nach wiederholtem Spielen noch unentdeckte Fleckchen zu bieten. Der höhere Schwierigkeitsgrad, bedingt durch die simulationslastige Ausrichtung, ist sicherlich nicht nach jedermanns Geschmack, dafür erhält man eine gute Alternative zu den am Markt befindlichen Arcade-Titeln.

Plattform: PS3 (getestet), Xbox360
Publisher: EA Games
krone.at-Wertung: 8/10

von Harald Kaplan

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