Mi, 13. Dezember 2017

In Lebensgefahr

05.02.2009 19:19

Mutter sackt bei Brand zusammen

Das Drama von Taufkirchen an der Pram: Lukas (8) entdeckte als Erster einen Küchenbrand, weckte seine schlafende Mutter und floh mit Schwester Anna (5) auf den Balkon. Die Mutter wollte in Panik die Kinder retten, lief zurück und sackte mit schwerer Rauchgasvergiftung im Stiegenhaus zusammen - Lebensgefahr!

Die seit ihrer Trennung allein erziehende Mutter Helga M. (43) hatte in ihrer Parterrewohnung in einem zweistöckigen Wohnblock in Taufkirchen an der Pram das Abendessen zubereitet und sich kurz am Sofa hingelegt. Um 18.25 Uhr brannte das Fett in den Töpfen an. Lukas sah in seinem Zimmer fern, als er als Erster die Flammen bemerkte.

Der tapfere Bub weckte zuerst seine Mutter, warnte sofort
seine spielende Schwester, schrie dann im Stiegenhaus um Hilfe und floh. Seine kleine Schwester Anna lief auf den Balkon. Von dort retteten Nachbarn das Mädchen, während bereits die Flammen aus dem Küchenfenster schlugen, dichter Rauch herausquoll - doch die Mutter hatte das nicht mitbekommen, lief in die Rauchwolken hinein und brach bei der Wohnungstür zusammen.

Elf Feuerwehren rückten aus, brachten insgesamt
17 Mieter in Sicherheit. Helga M. wurde mit schwerem Atemschutz geborgen, ins Passauer Klinikum eingeliefert und dann aufgrund ihrer schweren Lungenbeeinträchtigung in der Nacht in eine Klinik nach Nürnberg gebracht. Der Taufkirchner Bürgermeister Josef Gruber besorgte Notquartiere für die sechs obdachlosen Familien.

von Christoph Gantner, Oberösterreichische Krone

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden