Di, 21. November 2017

Koch-Mord

05.02.2009 21:11

Täter wollte Identität seines Opfers annehmen

Krankenkasse, Schnaps-Lieferanten, seinen Lehrlingen und Angestellten - allen blieb Heiko K. (39) Geld schuldig! Zehntausende Euro häufte der Koch alleine in St. Marienkirchen an. Dort hatte er vier Monate lang ein Wirtshaus (Bild) gepachtet und offenbar auch den Plan zum Mord an einem Münchner Ex-Kochkollegen geschmiedet.

Seit dem grausamen Fund von zwei abgetrennten Armen in der Isar in Bayern lief die Fahndung auf Hochtouren. Nun nahm sie in Nickelsdorf im Burgenland ein Ende. Wie berichtet, ging Koch Heiko K. heimischen Fahndern ins Netz. Er soll um den 23. Jänner im Stadtteil München-Sendling auf grausamse Weise einen ehemaligen Koch-Kollegen ermordet - und zerstückelt haben. Die Leichenteile versenkte er in bayerischen und tschechischen Gewässern.

Spur führt nach Oberösterreich
Die mörderischen Spuren des Verdächtigen führen in das kleine oberösterreichische Dorf St. Marienkirchen. Von dort aus schmiedete er offenbar den Plan für seine Bluttat. Heiko K. kannte Markus Schindlbeck, sein späteres Opfer, gut. Vor allem wusste er von dessen Wohlstand. Der Täter selbst führte unter anderem als Stammgast in Münchner Nobellokalen ein Leben in Saus und Braus, häufte einen riesigen Schuldenberg an.

Die für ihn scheinbar einzige Möglichkeit, seine finanziellen Probleme zu lösen: eine andere Identität annehmen! Dass er Schindlbeck wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich sah, kam ihm da sehr gelegen...

Brigitte Blabsreiter und Richard Schmitt, Kronen Zeitung

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