Do, 24. Mai 2018

Pilotprojekt in Graz

07.02.2009 19:54

Sozialarbeiter für sieben "Problemschulen"

Gewalt, Mobbing, Rassismus, Drogen, Familienprobleme - hier sollen künftig Schulsozialarbeiter helfen. Das Pilotprojekt läuft an sieben Grazer Schulen: HS St. Andrä, HS Albert Schweitzer, HS/VS Algersdorf, HS/VS Karl Morre, VS Bertha von Suttner. ÖVP-Schulstadträtin Eva Maria Fluch denkt auch schon eine Ausweitung an.
Die neuen Schulsozialarbeiter - je zwei für die Bezirke Gries und Eggenberg - sollen vor allem Schüler unterstützen. Etwa wenn es Gewalttätigkeiten gibt (in der Schule oder im Elternhaus), wenn Drogen im Spiel sind oder bei Lernschwierigkeiten.

Sozialarbeiter sollen vermitteln
Zudem sollen sie auch bei Konflikten zwischen Aus- und Inländern vermitteln. Hier gibt es ja besonders im Bezirk Gries Probleme. An der VS Andrä etwa beträgt der Ausländeranteil weit über 95 Prozent!

"Lehrer sollen mehr Zeit für Unterricht haben"
Fluch: "Für die Schüler ist es enorm wichtig, eine fixe Bezugsperson zu haben, die kein Lehrer ist. Und die Lehrer sollen wieder mehr Zeit für den eigentlichen Unterricht haben." Jetzt würde der Unterricht zu oft darunter leiden, dass die Lehrer allzu viel Zeit für die persönlichen Probleme ihrer Schüler aufwenden müssten.

Inanspruchnahme kostenlos
Das Pilotprojekt läuft ab dem zweiten Semester bis Sommer. Dann gibt's eine Evaluierung. Fluch: "Fällt sie positiv aus, werden wir die Schulsozialarbeit auf alle 18 Haupt- und 38 Volksschulen ausdehnen." Die Inanspruchnahme der Schulsozialarbeiter ist kostenlos. Auffällige Schüler können allerdings zu Beratungsgesprächen und Gruppenarbeiten verpflichtet werden.

von Gerald Richter, "Steirerkrone"

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