Fr, 25. Mai 2018

Insolvenz-Explosion

09.02.2009 10:45

Anstieg der Firmenpleiten um bis zu 114 Prozent!

Dass 2008 für die Wirtschaft kein gutes Jahr war, ist bekannt. Dass es viele steirische Bezirke aber gar so schlimm erwischt hat, schockiert dennoch: In Fürstenfeld etwa sind die Insolvenzen gleich um 114 Prozent gestiegen. Einzig in Graz sind weniger Firmen in die Pleite geschlittert.
Auch wenn die meisten Steirer das Wort "Krise" mittlerweile gerne aus dem Duden gestrichen hätten - sie ist existent, wie die aktuellen, der "Steirerkrone" vorliegenden Zahlen (berechnet von den Rechercheuren des Verbandes Creditreform) beweisen. Der Pleitegeier war 2008 Dauergast in unserem Bundesland, insgesamt sind 897 Firmen (plus 13,5 Prozent) und 823 Private (plus 12,1 Prozent) in den Konkurs geschlittert.

Südoststeiermark besonders hart erwischt
Besonders schlimm hat es dabei die Südoststeiermark erwischt: Für Fürstenfeld weist die Statistik eine Insolvenz-Explosion um 114,3 Prozent auf. Hier musste etwa der Kfz-Betrieb Schnalzer mit 2,32 Millionen Euro Passiva aufgeben. Auch in Radkersburg sieht die Situation trist aus: Gegenüber 2007 mussten acht Unternehmen mehr Konkurs anmelden - das ist eine Steigerung von 100 Prozent.

Meiste Privatpleiten im Bezirk Mürzzuschlag
"Spitzenreiter" bei den Privatinsolvenzen ist der Bezirk Mürzzuschlag. Hier verzeichnete man ein Plus um 106,3 Prozent. Lediglich Graz gibt Grund zur Hoffnung - in der Landeshauptstadt gingen die Unternehmenspleiten um sechs Prozent zurück. Indes fordert Landeshauptmann Franz Voves eine Anhebung des Arbeitslosengeldes auf zumindest 70 Prozent, "um das Armutsrisiko zu senken."

von Jörg Schwaiger ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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