Fr, 25. Mai 2018

Babyzimmer-Tipps

06.02.2009 14:59

Willkommen zu Hause!

Einrichten macht wohl kaum mehr Freude, als wenn man das erste Zimmer für den freudig erwarteten Nachwuchs plant. Babymöbel sind ja sooo putzig, und da kann es schon mal im Überschwang der Gefühle passieren, dass man den Überblick verliert. Und ehe man es sich versieht, ist auch schon ein kleines Vermögen ausgegeben. Doch was braucht das Baby wirklich, um sich wohlzufühlen?

Man möchte es dem kleinen Neuankömmling so kuschelig und gemütlich wie möglich machen, doch die die Ansprüche des Winzlings an sein erstes Reich sind bescheiden: Das Kleine braucht ein Bettchen, einen Platz zum Wickeln und eine Kommode für die Kleidung.

Das richtige Zimmer
Noch vor der Möbelauswahl muss am Anfang aller Einrichtungsüberlegungen stets eine gründliche Prüfung der Beschaffenheit des Raumes stehen. Denn die Raumtemperatur ist in den ersten Lebensmonaten besonders wichtig, da Neugeborene ihre Körpertemperatur noch nicht richtig regeln können. Keinesfalls sollten sie Zugluft ausgesetzt werden! Das Babybett sollte daher weder in der Nähe eines zugigen Fensters stehen, noch nahe an einem Heizkörper. Die ideale Raumtemperatur liegt zwischen 18 und 22 Grad.

Die erste Möbel-Grundausstattung
Lebensmittelpunkt für den Neuankömmling ist sein Bettchen, denn hier wird er die ersten Monate hindurch die meiste Zeit verbringen. Bei der Qualität der Matratze sind daher auch Sparüberlegungen am falschen Platz. Wiegen sind schön – aber im Vergleich zur Gebrauchszeit von ca. einem halben Jahr auch sehr teuer in der Anschaffung. Wer seinem Nachwuchs die sanfte Schaukelbewegung aber nicht vorenthalten will, hört sich am besten im Bekanntenkreis um, ob er vielleicht günstiger zu einem guten Secondhand-Stück kommen kann. Vergleichsweise etwas günstiger sind Baby-Hängematten. Sie sind für Baby bis zu einem Jahr bzw. einem Körpergewicht von etwa 20 kg geeignet.

Wickeltisch und Kommode kombiniert man am besten. Viele Babykommoden werden daher gleich mit einem praktischen Wickelaufsatz, den man später entfernen kann, angeboten. So hat das Baby dann später gleich seinen ersten eigenen Schrank. Solche Kombinationen gibt es in vielen Farben und Designs. Sinnvoll ist es, eine eher neutrale Gestaltung zu wählen, etwa helles Holz. So kann man die Kommode leicht mit entsprechenden Aufklebern und Accessoires „mitwachsen“ lassen.

Tipp: Eine Wärmelampe nimmt der Wickeloberfläche die Kälte und ermöglicht so auch eine längere Massage, ohne dass das Baby zu frösteln beginnt. Sie wird in ca. 1,20 Meter von der Wickelfläche entfernt an der Wand befestigt.

Ein buntes Mobile freut den Winzling und lenkt ihn auch ab, wenn das Wickeln einfach zu lange dauert und er sich viel lieber umdrehen möchte.

Profi-Ratschläge
Die auf Kindereinrichtung spezialisierte Innenarchitektin Alexandra Schnögass-Mück vom Kinderausstatter „Vibel“ hat einige Tipps für die Babyzimmereinrichtung zusammengestellt.

  • Farbgestaltung: Vor allem die Mutter verbringt im ersten Lebensjahr viel Zeit im Babyzimmer. Daher sollte sie sich dort so richtig wohl fühlen. Nicht richtig ist, dass bestimmte Farben für Kinder besser sind als andere. Es gilt das Motto: Fühlt sich die Mutter wohl, dann auch das Baby.
  • „Babyeck“: Babys brauchen nicht viele Möbel. In einem größeren Raum (z.B. das spätere Kinderzimmer) kann ein kuscheliges und gleichzeitig funktionelles Babyeck geschaffen werden, das vom Rest des Zimmers durch Wandfarben oder Tapeten und Bordüren optisch abgegrenzt ist. Bordüren sollten auf maximal einen Meter Raumhöhe (Augenhöhe) geklebt werden, um die Dimension des Zimmers an das Kleinkind anzupassen. Ein bunter Teppich schafft Atmosphäre und erzeugt Gemütlichkeit.
  • Grundeinrichtung: Ein solches „Babyeck“ besteht aus Babybett, Wickeltisch, Kasten und passenden Accessoires. Wichtig ist, dass der Stauraum später erweiterbar ist. Zu beachten ist auch, dass Babys mehr Kleidungsstücke zum Legen als zum Hängen haben.
  • Babybett: Babybetten müssen nicht unbedingt „mitwachsen“. 80 Prozent aller Kinder wechseln erfahrungsgemäß spätestens mit drei Jahren in große Betten. Babybett immer mit Blickrichtung zur Türe aufstellen, so kann das Baby immer beobachten, wer hereinkommt.
  • Matratze: Sollte stets in den genauen Abmessungen des Bettes gewählt werden, da das Baby sonst darunterrutschen kann. Ganz wichtig: Gibt es schon ein älteres Geschwisterchen und übernimmt der Neuankömmling sein Bettchen, so muss die Matratze unbedingt getauscht werden! Sie enthält oft Keime, die an Neugeborene weitergegeben werden können. Viele Ärzte bestätigen einen möglichen Zusammenhang zwischen gebrauchten Matratzen und dem plötzlichen Kindestod.
  • Beleuchtung: Da Babys tagsüber viel schlafen, sollten die Fenster durch Vorhänge oder Raffrollos leicht abzudunkeln sein. Statt einer grellen Deckenlampe ein beruhigendes Nachtlicht verwenden.

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