Mo, 28. Mai 2018

"Wir waren hungrig"

04.02.2009 15:56

16-Jährige von Metzger und Florist getötet

Ein grausiges Verbrechen erschüttert Russland: Zwei junge Männer haben nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine Jugendliche ermordet und Teile ihrer Leiche gegessen. Die 16-Jährige verschwand Mitte Jänner auf dem Weg zur Schule und wurde offenbar noch am gleichen Abend ertränkt. In Plastiksäcken verpackte Teile der Leiche wurden in verschiedenen Stadtteilen von St. Petersburg entdeckt. Die Verdächtigen, ein Fleischhauer und ein Florist, haben ein umfassendes Geständnis abgelegt.

Die beiden 19 Jahre alten Männer ertränkten ihr Opfer vermutlich in einer Badewanne und aßen mehrere Teile ihres Körpers, gab ein Sprecher der Staatsanwaltschaft von St. Petersburg am Mittwoch bekannt. Zur Begründung hätten sie angegeben, dass sie hungrig gewesen seien, sagte Sergej Kapitonow. Einen Teil des Fleisches hätten sie zusammen mit Kartoffeln im Ofen gebacken.

Opfer und Verdächtige kannten sich
Das Mädchen habe den Angaben entsprechend seine drei Jahre älteren mutmaßlichen Mörder gekannt und sie am 19. Jänner freiwillig in die Wohnung eines weiteren Bekannten begleitet. Die Website fontanka.ru berichtete, der Bluttat sei ein Streit vorausgegangen. Demnach wurden der Metzger und der Florist am Samstag festgenommen, einen Tag, nachdem Plastiktüten mit dem Kopf des Mädchens und weiteren Körperteilen an mindestens zwei Stellen in St. Petersburg gefunden worden waren.Die Zeitung "Komsomolskaja Prawda" berichtete dagegen am Mittwoch unter Berufung auf die Gerichtsmedizin, die Leichenteile seien noch nicht identifiziert.

Die Verdächtigen hätten die Vorwürfe zunächst zurückgewiesen, berichtete das Blatt ohne Angabe einer Quelle weiter. Nachdem in der Wohnung aber verdächtige Hinweise aufgetaucht seien, hätten sie zugegeben, die 16-Jährige ertränkt und einen Wadenmuskel und Teile ihrer linken Hüfte aufgegessen zu haben - offenbar eine satanische Praktik. Staatsanwalt Andrej Lawrenko erklärte laut fontanka.ru, die Ermittler hätten in der Wohnung hinter Armaturen und unter Bodenbrettern Blutspuren entdeckt.

Verdächtige mit Vorgeschichte
Der festgenommene Florist wurde Kapitonow zufolge 2005 wegen Raubes verurteilt, der Metzger wurde einmal in der Psychiatrie behandelt und musste sich wegen Morddrohungen und Tierquälerei verantworten. Die Vorwürfe gegen ihn wurden später aber fallengelassen.

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