Mo, 21. Mai 2018

Leiche zerstückelt

04.02.2009 22:41

Mordverdächtiger im Burgenland verhaftet

Der mutmaßliche Mörder eines Ende Jänner getöteten Münchners ist in Österreich festgenommen worden. Der 39-jährige Heiko K. soll den 35-jährigen Handelsvertreter Markus S. ermordet, zerstückelt und die Leichenteile an unterschiedlichen Orten in Bayern und Tschechien deponiert haben. Tagelang war der mutmaßliche Mörder mit dem Firmenauto seines Opfers auf der Flucht. Der Zugriff erfolgte jetzt auf einem Autobahnparkplatz im Burgenland, gab Helmut Greiner, Sprecher des österreichischen Bundeskriminalamtes, bekannt. Der seit 2008 in Österreich lebende Deutsche wollte sich bei den österreichischen Beamten mit den Papieren des Ermordeten ausweisen.

Es gab seit längerem eine intensive Zusammenarbeit zwischen internationalen Stellen in diesem Fall, so Greiner. K. ist schlussendlich das silberfarbene Auto seines Opfers - im Bild oben auf einem Fahndungsfoto der Münchner Polizei - zum Verhängnis geworden. Es gab eine europaweite Fahndung nach dem Wagen, mit dem der Verdächtige nach der Tat in Deutschland getankt und mit der Kreditkarte des Opfers bezahlt hat. Dabei wurde er gefilmt, ein Bekannter identifizierte den 39-Jährigen auf dem Video.

Bilderbuch-Einsatz in Österreich
Heiko K., im vergangenen Jahr von Bayern nach Österreich gezogen, war nach der Tat mit dem Pkw des Opfers zunächst nach Italien geflüchtet. Auch in Tschechien wurde er vermutet. Nach einer "Blitz-Informationen" der Zielfahndung München, dass sich der Gesuchte wieder in Österreich aufhalten soll, setzten sich am Dienstagabend die Fahnder des österreichischen Bundeskriminalamtes die Spur des Flüchtigen, berichtet Greiner.

Durch die Zusammenarbeit zwischen dem Münchner Amtsgericht und der Staatsanwaltschaft Wien war es "innerhalb kürzester Zeit" möglich, die Zielperson zu lokalisieren. Der Verdächtigte versuchte noch, Richtung Ungarn zu flüchten. 100 Meter vor Verlassen des österreichischen Bundesgebietes wurde K. von Einsatzkräften der Polizeiinspektion Nickelsdorf im Bezirk Neusiedl am See gestellt und verhaftet. Vom Polizeianhaltezentrum Wien aus wurde der Mordverdächtige dann an Deutschland ausgeliefert.

Verdächtiger geständig - Beine im Inn entsorgt
Markus S. war um den 25. Jänner in seiner Wohnung im Münchner Stadtteil Giesing getötet worden. Seine abgetrennten Arme wurden wenige Tage später von Passanten in der Isar entdeckt, der Rumpf wurde in Tschechien von einem Spaziergänger gefunden.

In einer ersten Vernehmung habe K. den Ermittlern berichtet, er habe den Kopf der Leiche in den Inn geworfen und die Beine in ein Waldstück bei Tschechien, sagte Kriminalhauptkommissar Richard Thiess. Darum bestehe "kein ernsthafter Zweifel", dass der Mann der Mörder sei. Die Polizei sucht nun nach den fehlenden Leichenteilen.

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