Do, 24. Mai 2018

Dunkle Weihnacht?

03.02.2009 16:05

Grüne Aktion gegen Weihnachtsbeleuchtung

Auf Alternativen zum ihrer Meinung nach herrschenden "Weihnachtsbeleuchtungswahnsinn" wollen Burgenlands Grüne mit einer am Freitagnachmittag in Mattersburg vorgestellten Aktion hinweisen. Bunte Lichterketten als "Stromfresser" würden laut Berechnungen des Oberösterreichischen Energiesparverbandes die Burgenländer jährlich rund 350.000 Euro kosten, so die Mattersburger Bezirkssprecherin Sonja Sieber. Aufkleber mit dem Motto "Ich verzicht' auf's viele Licht" sollen die Menschen dazu anhalten, heuer mit "Maß und Ziel" zu schmücken.

Die überhandnehmende Weihnachtsbeleuchtung verwandle jeden Dezember Vorgärten, Geschäfte und Straßenzüge in eine Lampenfabrik. Es gehe den Grünen aber nicht darum, die Beleuchtung zu verteufeln, erklärte Landessprecher Josko Vlasich. Man wolle mit der landesweiten Aktion Bewusstsein schaffen. Auch auf Alternativen und Sparvarianten soll hingewiesen werden. Eine "abgespeckte" Variante des Lichterglücks könne nämlich 80 Prozent Strom und damit Kosten sparen.

50 Millionen Kilowattstunden für Weihnachten
Die immer beliebter werdenden Lichterketten verbrauchen in den Wochen vor Weihnachten österreichweit rund 50 Millionen Kilowattstunden und verursachen Kosten von neun Millionen Euro, so Sieber. Mit dieser Strommenge kämen 15.000 österreichische Haushalte ein Jahr lang aus. Auf das Burgenland umgelegt, bedeute das einen zusätzlichen Stromverbrauch von etwa zwei Millionen Kilowattstunden. Der Strom würde ausreichen, um eine Gemeinde mit 600 Haushalten zu versorgen.

LED-Lichter helfen sparen
Damit man dennoch nicht auf die Festtagsbeleuchtung verzichten muss, sei es beispielsweise ratsam, beim Kauf auf die Lämpchenleistung zu achten. Auch Zeitschaltuhren helfen beim Stromsparen. LED-Leuchtketten als Alternative seien zwar um einiges teurer in der Anschaffung, hätten aber eine lange Lebensdauer und hohe Effizienz. Ihr Verbrauch liege bei einem Bruchteil von jenem konventioneller Lämpchen.

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