Mi, 18. Oktober 2017

"NextComic"

02.02.2009 16:12

Comicfestival widmet sich der „Neunten Kunst“

Mit dem Festival "NextComic" widmet sich Linz09 von 6. bis 8. März der "Neunten Kunst", wie das kreative Zeichnen auch genannt wird. Dass Comics die Alltagskultur mittlerweile stark beeinflussen, soll in Ausstellungen, Vorträgen und Diskussionen thematisiert werden. Als Lokalmatador konnten die Veranstalter den Karikaturisten Gerhard Haderer gewinnen, als Partner eines der größten europäischen Festivals der Branche, das Schweizer "Fumetto".

"Das Einzige, was ich in meinem Leben bereue ist, dass ich nie Comics gezeichnet habe", sagte einst Pablo Picasso. Was früher zumeist als Kinder- und Jugendlektüre galt, hat mittlerweile in verschiedenste Bereiche Eingang gefunden: Die moderne Schnitttechnik von Filmen ist stark von japanischen Mangas beeinflusst, in Mode und Design spielen die gezeichneten Geschichten eine große Rolle. "Die Zukunft des Comics ist ein Dialog zwischen den Disziplinen", erklärte der Leiter des Linzer Festivals, Gottfried Gusenbauer.

"Interactive Drawing" im Ars Electronica Center
So kann beispielsweise unter dem Motto" Interactive Drawing" im Ars Electronica Center mit "Internationale Experten diskutieren Beispiele und Perspektiven für einen künstlerischen Dialog zwischen Comic und Design. In einem 24 Stunden dauernden Zeichenwettbewerb lassen sich Künstler über die Schulter blicken. Der Wiener Comic-Künstler Nicolas Mahler wird Cartoons präsentieren, die aus Spam-Mails entstanden sind. Gerhard Haderer, auch bekannt für seine "Schundheftln" namens "Moff", wird ein eigens produziertes Video zeigen.

3. März bis 24. April
Das Medien Kultur Haus Wels, Partner von "NextComic", befindet sich von 3. März bis 24. April im Ausnahmezustand. Das Projekt "What you really need" stellt an rund 50 Künstler und das Publikum die Frage: "Was braucht man wirklich?". Die Kultureinrichtung werde dafür ihrer alltäglichen Funktion enthoben und in eine Denk- und Produktionswerkstatt umgemodelt, kündigte Geschäftsführer Günther Mayer an. Mittwochs, donnerstags, freitags und sonntags sind u.a. ein entspannendes "Schlafkonzert", kreatives Kochen und Besuche der beiden FM4-"Im Sumpf"-Macher Ostermayer und Edlinger geplant. Mayer hofft, dass das anfangs ausgeräumte Haus letztendlich mit "barocker Fülle" aufwarten kann.

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