Do, 23. November 2017

Zivildiener-Engpass

01.02.2009 13:31

Akute Personalnot bei Rettung in Schwechat

"Wenn mehrere Unfälle gleichzeitig passieren, kann es zur Katastrophe kommen!" Mit drastischen Worten schlägt Hannes Fazekas Alarm. Schwechats Bürgermeister beklagt, dass beim Roten Kreuz nicht genügend Einsatzfahrer und Sanitäter bereit stehen. Er fordert vom Innenministerium zusätzliche Zivildiener.

"Für den optimalen Rettungsdienst sind zumindest zwölf ausgebildete Zivildiener nötig", erklärt der SP-Politiker. Derzeit steht aber gerade einmal die Hälfte bereit. Fazekas: "Es fehlen vor allem Lenker für die Einsatzfahrzeuge."

Gefahr bei Notfällen zur gleichen Zeit
Die Folgen sind bereits spürbar. Immer wieder komme es zu Verzögerungen bei Krankentransporten, berichtet der Bürgermeister: "Richtig gefährlich könnte es werden, wenn die Retter zu mehreren Notfällen gleichzeitig ausrücken müssen." Doch soweit will es Fazekas gar nicht erst kommen lassen. "Das Ministerium soll dafür sorgen, dass so wichtige Organisationen wie das Rote Kreuz ausreichend Zivildiener zugeteilt bekommen", fordert der Stadtchef.

Dass künftig private Firmen Routinefahrten durchführen, um die Rettung zu entlasten, ist für Fazekas keine Lösung. Durch längere Strecken zu den Spitälern Mödling und Baden sind Einsatzkräfte aus Schwechat ohnehin finanziell benachteiligt: "Dafür gibt es nur Pauschalen. Einnahmen aus Patiententransporten sind unverzichtbar."

Im Ministerium heißt es, dass beim Roten Kreuz überdurchschnittlich viele Zivildiener eingesetzt seien.

Von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung
Symbolfoto

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