Mi, 22. November 2017

Wieder Jobs weg

30.01.2009 15:00

KTM baut 300 Mitarbeiter ab

Der oberösterreichische Motorradhersteller KTM baut 300 Mitarbeiter ab. 150 Leasingkräfte und 150 aus der Stammbelegschaft müssen gehen. Der bereits im Oktober 2008 begonnene Prozess soll bis April 2009 abgeschlossen sein. Dann könnte es Kurzarbeit geben, bestätigte KTM-Chef Stefan Pierer (im Bild) am Freitag.

Beim Thema Kurzarbeit will Pierer aber noch die neue gesetzliche Regelung abwarten. Vor April werde es keine Kurzarbeit geben, so Prierer. Für die Zeit danach hoffe er auf eine "brauchbare Lösung", ähnlich dem deutschen Modell. Dann werde er diese Möglichkeit prüfen. "Ich will meine Leute behalten für die Zeit danach", so der KTM-Chef. Qualifizierte Mitarbeiter zu kündigen, gehe auf die Substanz des Unternehmens.

Produktion um 25 Prozent zurückfahren
KTM will seine Produktion um 25 Prozent zurückfahren. Einen Aufwärtstrend erwartet Pierer nicht allzu rasch: 2009 werde man den Boden erreichen, 2010 auf diesem Niveau bleiben und vielleicht einen leichten Aufwärtstrend verspüren, prognostiziert er.

Auto dem Motorrad voraus
"Ich bin sicher, dass das Motorrad besser dasteht als das Auto", sieht Pierer in der Krise aber auch eine Chance. Er sei überzeugt, dass das Zweirad wieder mehr als Fortbewegungsmittel eingesetzt werde, wenn die Leute sparen müssten. Sein Rezept: "Vollgas auf Entwicklung", die Marschrichtung sieht er in den kommenden eineinhalb Jahren vor allem im Elektrobereich. Hier sei das leichtere Motorrad dem Auto ebenfalls voraus.

Um neue Entwicklungen voranzutreiben werden die KTM-Eigentümer Cross Industries und der indische Partner Bajaj in den kommenden Tagen eine Kapitalerhöhung von 30 Millionen Euro durchführen. Bajaj wird damit auf 30 Prozent aufstocken.

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